Karin Kneissl: Vom Diplomaten-Dasein zur prorussischen Medienfigur bei Berlin 24/7
Philipp MeyerKarin Kneissl: Vom Diplomaten-Dasein zur prorussischen Medienfigur bei Berlin 24/7
Karin Kneissl, ehemalige österreichische Außenministerin, ist zu einer regelmäßigen Gastgeberin beim prorussischen Sender Berlin 24/7 geworden. Ihre Auftritte sorgen für Kontroversen – insbesondere wegen ihrer Äußerungen über Hitler und Österreich. Ausschnitte aus ihren Interviews verbreiten sich rasant über soziale Medien.
Kneissl galt einst als „neue Kreisky der österreichischen Außenpolitik“, wie H.C. Strache sie einst bezeichnete. Bekannt ist sie auch für ihre Unterstützung Wladimir Putins und die Behauptung, sieben Sprachen zu beherrschen. Ihr Werdegang umfasst eine Biografie, die manche als umstritten und fantasievoll beschreiben.
Mittlerweile ist sie eine feste Größe bei Berlin 24/7 und vertritt dort regelmäßig Positionen, die sich mit prorussischen Narrativen decken. Der Sender gibt keine Auskunft darüber, wie viele Zuschauer ihre Inhalte verfolgen oder mit ihnen interagieren. Ihre Online-Präsenz stößt zudem auf Kritik – einige sehen in ihr ein Beispiel für Betrüger, die im Internet ihr Unwesen treiben.
Ihr Wandel von der Diplomatin zur polarisierenden Medienfigur zieht Aufmerksamkeit auf sich. Ihre Ansichten und die Wahl ihrer Plattform bleiben umstritten. Soziale Medien bleiben ein zentraler Kanal für die Verbreitung ihrer Aussagen.
