17 June 2026, 16:40

Karl Rehbein: Hanaus mutiger Wiederaufbauer und erster Nachkriegs-Oberbürgermeister

70. Todestag von Karl Rehbein

Karl Rehbein: Hanaus mutiger Wiederaufbauer und erster Nachkriegs-Oberbürgermeister

Karl Rehbein, geboren am 14. Oktober 1885 in Hanau, wurde zu einer Schlüsselfigur beim Wiederaufbau der Stadt nach dem Krieg. Seine politische Laufbahn umfasste Jahrzehnte und war geprägt von Widerstandsfähigkeit und einem unermüdlichen Einsatz für das Gemeinwohl.

1920 betrat Rehbein erstmals die lokale Politikbühne, als er bis 1933 als Stadtrat in Hanau wirkte. Wegen seines Widerstands gegen das NS-Regime wurde er 1936 verhaftet und bis 1940 im Konzentrationslager Sachsenhausen inhaftiert.

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Nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler im Juli 1944 wurde er in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Nach der Befreiung Hanaus 1945 übernahm er den Vorsitz des antifaschistischen Bürgerausschusses der Stadt und wurde Polizeidirektor. Im Februar 1946 berief man ihn in den Beratenden Landesausschuss Groß-Hessen, dem er bis Juli desselben Jahres angehörte.

Im Frühjahr 1946 wurde Rehbein zum ersten frei gewählten Oberbürgermeister Hanaus nach der NS-Zeit gewählt. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem Tod 1956. Für seine Verdienste erhielt er 1955 das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland.

Karl Rehbeins Vermächtnis lebt in Hanau weiter. Ein Ehrengrab auf dem Hauptfriedhof der Stadt und die nach ihm benannte Karl-Rehbein-Schule würdigen sein Wirken. Seine Führung prägte die demokratische Erneuerung Hanaus in der Nachkriegszeit maßgeblich.

Quelle