27 June 2026, 10:11

KI-Musik ersetzt nachts echte Songs – und spart Radiosendern Millionen

"Evolution des Radios"? Private Radios spielen erstmals AI-generierte Songs

KI-Musik ersetzt nachts echte Songs – und spart Radiosendern Millionen

Deutsche Radiosender setzen zunehmend auf KI-generierte Musik, um Kosten zu sparen. Dadurch verringern sich ihre Abgaben an die GEMA, die deutsche Verwertungsgesellschaft für Musikurheberrechte. Mehrere Sender spielen diese Stücke inzwischen in den späten Nachtstunden.

Privatsender wie Radio Frankfurt, Antenne Koblenz und 95.9 Charivari haben KI-Musik in ihr nächtliches Programm aufgenommen. Die Radio Group, zu der 19 Stationen gehören, bewirbt den Zeitraum zwischen 1 und 4 Uhr morgens sogar als „KI-Musiknacht“. Auch der bayerische Sender 95.5 Charivari verfolgt diesen Ansatz.

Für diese Titel fallen keine Lizenzgebühren an die GEMA an. Die Sender weisen zudem zu Beginn und zwischen den Liedern auf die Verwendung von KI-Musik hin. Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) betont, dass nicht die Sender, sondern die KI-Anbieter für mögliche Urheberrechtsverstöße haftbar sind.

Die GEMA argumentiert, dass KI-Musik die Rechte von Künstlern verletzen könnte, wenn deren Werke ohne Erlaubnis oder Vergütung für das Training genutzt wurden. Ein aktuelles Urteil des Landgerichts München stützt diese Position: Demnach zählt bereits das Speichern von Songtexten für KI-Trainingszwecke als unzulässige Vervielfältigung.

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Durch den Einsatz von KI-Musik können Sender ihre Kosten senken, indem sie weniger GEMA-pflichtige Titel spielen. KI-generierte Stücke füllen inzwischen die nächtlichen Sendeplätze bei mehreren Stationen. Rechtliche Streitigkeiten über Trainingsdaten und Tantiemen sind jedoch weiterhin ungelöst.

Quelle