Klöckner und Nouripour stoppen teuren Parlamentsanbau in Berlin
Die Pläne für den Parlamentsanbau Luisenblock-Ost-II in Berlin sind auf eine schwere Hürde gestoßen. Zwei Spitzenpolitiker – Julia Klöckner (CDU) und Omid Nouripour (Grüne) – fordern nun den Stopp des Vorhabens. Sie argumentieren, dass angesichts knapper Haushalte und der Notwendigkeit haushälterischer Verantwortung Neuautbauprojekte hintanstehen müssten.
Das geplante Gebäude sollte im Berliner Regierungsviertel nördlich der Spree entstehen. Doch Klöckner drängt auf einen Baustopp und betont, die Abgeordneten müssten sich auf das Wesentliche konzentrieren, statt teure Erweiterungen zu verfolgen. Sie behauptet, dass durch diesen Schritt Hunderte Millionen Euro eingespart werden könnten – allein 600 Millionen Euro an direkten Baukosten.
Nouripour unterstützt ihre Position und fordert eine Sondersitzung des Bau- und Raumordnungsausschusses des Bundestags. Er unterstreicht die Dringlichkeit, Prioritäten zu überprüfen und unnötige Ausgaben zu vermeiden. Beide Politiker sind sich einig, dass eine grundsätzliche Neubewertung der Bundestagspläne längst überfällig ist.
Trotz des Vorstoßes, Luisenblock-Ost-II aufzugeben, bleibt das benachbarte Projekt Luisenblock-Ost-I davon unberührt. Klöckners Argumentation zielt darauf ab, in Zeiten finanzieller Belastung zwischen dem Notwendigen und dem bloßen Machbaren zu unterscheiden.
Die Entscheidung über die Einstellung des Projekts liegt nun beim zuständigen Bundestagsausschuss. Bei einer Zustimmung würden 600 Millionen Euro an Baukosten freigesetzt. Das Ergebnis wird zeigen, ob die Erweiterung des Regierungsviertels voranschreitet – oder vorerst auf Eis gelegt wird.






