23 March 2026, 10:18

Kriminalität in Osnabrück sinkt – doch Cyberangriffe und Messerdrohungen steigen

Balkendiagramm betitelt "tasso di criminalità a londra per 1,000 abitanti tra il 2015/16 e il 2022/23" zeigt die Kriminalitätsrate in Italien pro 1,000 Einwohner von 2015 bis 2022.

Kriminalität in Osnabrück sinkt – doch Cyberangriffe und Messerdrohungen steigen

Kriminalität im Osnabrücker Raum geht weiter zurück – doch Cyberkriminalität und Messerangriffe nehmen zu

Die Kriminalität in der Region Osnabrück setzt ihren langfristigen Rückgang fort: Die Zahlen für 2025 zeigen einen Rückgang um 2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Zahl der gemeldeten Straftaten um 23.000 Fälle gesunken – ein Zeichen für ein insgesamt stabiles und sicheres Umfeld. Allerdings gibt es in bestimmten Bereichen wie Cyberkriminalität und messerbezogenen Vorfällen bemerkenswerte Entwicklungen.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Im Jahr 2025 registrierte die Polizei 81.539 Straftaten, leicht weniger als im Vorjahr. Gewaltkriminalität blieb ein zentraler Schwerpunkt: 14.568 Fälle wurden erfasst, darunter fast 10.000 Körperverletzungsdelikte. Auch messerbezogene Straftaten stiegen an und erreichten 438 Fälle – die meisten davon Drohungen, nicht tatsächliche Angriffe.

Cyberkriminalität wächst rasant – Osnabrück liegt im Mittelfeld In den letzten fünf Jahren hat die Cyberkriminalität im Osnabrücker Raum deutlich zugenommen: Ein Anstieg um 45 Prozent von 320 auf 465 Fälle. Zwar fällt dieser Zuwachs geringer aus als in anderen niedersächsischen Großstädten wie Hannover (plus 62 Prozent) oder Braunschweig (plus 55 Prozent), übertrifft aber den Anstieg in Oldenburg (38 Prozent). Daten des Landeskriminalamts bestätigen diesen Trend.

Jugendkriminalität: Gemischtes Bild bei Kindern und Teenagern Die Gesamtzahl der Straftaten durch Minderjährige (5.868) lag leicht unter dem Wert von 2024. Allerdings stieg die Zahl der kindlichen Tatverdächtigen unter 14 Jahren, während die der jugendlichen Verdächtigen zwischen 14 und 18 Jahren zurückging. Gleichzeitig bleiben digitale Straftaten im Zusammenhang mit der Verbreitung pornografischer Inhalte über Messenger-Dienste und soziale Medien ein anhaltendes Problem – hier wurden 867 Fälle registriert.

Häusliche Gewalt bleibt auf hohem Niveau Die Fallzahlen bei häuslicher Gewalt blieben mit 4.893 Fällen "alarmierend hoch", wie es hieß. Polizei und Partnerorganisationen reagieren mit einer Ausweitung der Zusammenarbeit und verstärkten Aufklärungskampagnen in der Region.

Fazit: Rückläufige Kriminalität, aber anhaltende Herausforderungen Insgesamt sinkt die Kriminalitätsrate in Osnabrück weiter und festigt die stabile Sicherheitslage der Region. Dennoch bestehen weiterhin Herausforderungen – insbesondere bei Cyberkriminalität, Messerdrohungen und häuslicher Gewalt. Die Behörden setzen auf gezielte Maßnahmen, um diese Problemfelder zu bekämpfen, während der allgemeine Rückgang der Straftaten fortgesetzt wird.

Quelle