Krypto-Börsen verlangen bis zu zehnmal höhere Gebühren als Neobroker – Studie enthüllt
Emma SchmidtKrypto-Börsen verlangen bis zu zehnmal höhere Gebühren als Neobroker – Studie enthüllt
Eine neue Studie hat erhebliche Unterschiede bei den Handelsgebühren auf Krypto-Börsen und bei Neobrokern aufgedeckt. Forscher des Blockchain Center und von intas.tech haben die Kosten bei Anbietern wie Coinbase, Bitvavo, Trade Republic und Kraken verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass einige Plattformen für dieselben Transaktionen mehr als das Zehnfache verlangen.
Im Mittelpunkt der Analyse standen die Round-Trip-Gebühren – also die Gesamtkosten für Kauf und Verkauf eines Vermögenswerts. Bitvavo schnitt dabei als günstigste Option ab, mit Gebühren ab 0,53 Prozent. Am anderen Ende der Skala lag Coinbase mit 6,45 Prozent, gefolgt von Kraken mit 5,92 Prozent.
Die Gebühren variierten je nach Investitionsvolumen und Art der Kryptowährung. Besonders bei Coinbase gab es große Unterschiede zwischen verschiedenen Geschäften. Die Studie betont zudem, dass eine Gebühr von fünf Prozent pro Trade bedeutet, dass Anleger eine Rendite von zehn Prozent erzielen müssen, nur um die Kosten auszugleichen.
Neobroker wie Trade Republic haben in den letzten Jahren die Handelsgebühren deutlich gesenkt. Dennoch halten viele Krypto-Börsen weiterhin hohe und intransparente Gebührenstrukturen aufrecht. Die Forscher testeten mehrere Plattformen, um zu bewerten, wie sich diese Unterschiede auf Händler auswirken.
Die Ergebnisse verdeutlichen, wie stark Gebühren die Gewinne schmälern können – besonders für aktive Trader. Angesichts der teils extrem unterschiedlichen Preise könnten Anleger nun überdenken, wo sie handeln. Die Studie schafft zwar mehr Transparenz über die Kosten, zeigt aber auch, wie komplex die Gebührensysteme im Krypto-Markt nach wie vor sind.






