Kubota verlagert Traktorenproduktion von Deutschland nach Polen – 42 Jobs betroffen
Philipp MeyerKubota verlagert Traktorenproduktion von Deutschland nach Polen – 42 Jobs betroffen
Kubota verlagert Traktorenmontage von Deutschland nach Polen
Der japanische Landmaschinenhersteller Kubota verlagert die Montage seiner Kompakttraktoren mit bis zu 60 PS von Deutschland nach Polen. Bisher wurden diese Modelle im Werk Nieder-Roden bei Frankfurt gefertigt. Die Belegschaft wurde Anfang März 2025 offiziell über die Umstrukturierung informiert.
Die Entscheidung folgt auf Berichte der Offenbach-Post aus dem Vorjahr. Die Kubota Deutschland GmbH mit Sitz in Nieder-Roden beschäftigt derzeit rund 200 Mitarbeiter in den Bereichen Montage, Service und Lager. Durch die Verlagerung entfallen 42 Arbeitsplätze – deutlich weniger als die zunächst befürchteten 90 Stellen.
Für die betroffenen Beschäftigten wurde ein Sozialplan vereinbart. Ab dem 1. Oktober können sie in eine Transfergesellschaft wechseln, die ihnen bei der Suche nach neuen Jobs hilft. Der Standort Nieder-Roden bleibt vorerst bis mindestens Ende 2028 in Betrieb, doch Betriebsrat und IG Metall warnen vor möglichen Folgen für andere Unternehmensbereiche.
Künftig übernimmt Polen die vollständige Montage dieser Traktoren für den deutschen Markt. Kubota hat keine weiteren Änderungen für den Standort Nieder-Roden über die aktuelle Umstrukturierung hinaus angekündigt.
Die Verlegung reduziert zwar die Belegschaft in Nieder-Roden, hält den Standort aber vorerst offen. Betroffene Mitarbeiter erhalten Unterstützung, darunter den Zugang zu einer Transfergesellschaft ab Oktober. Die langfristige Zukunft des Werks bleibt jedoch über 2028 hinaus ungewiss.






