Lärmbelästigung durch Autokorsos: Wiesbadens Anwohner kämpfen um Nachtruhe
Philipp MeyerLärmbelästigung durch Autokorsos: Wiesbadens Anwohner kämpfen um Nachtruhe
Laute Autokorsos sind in Wiesbaden zu einer häufigen Belästigung geworden. Besonders nach Fußballspielen und Hochzeitsfeiern kommt es immer wieder zu Beschwerden. Anwohner berichten von anhaltendem Lärm durch Hupkonzerte, vor allem während sommerlicher Umzüge.
Hochzeitskorsos sind die Hauptursache für Lärmbeschwerden in der Stadt. Zusammen mit fußballbedingten Feiern sorgen sie regelmäßig für Ruhestörungen. Während großer Turniere wie der FIFA-Weltmeisterschaft zeigen die Behörden zwar Verständnis für friedliche Feiern, doch nach Mitternacht haben die Nachtruhe-Vorschriften Vorrang.
Unnötiges Hupen ist laut Verordnung verboten und wird mit einem Bußgeld ab 5 Euro geahndet. Stört der Lärm nachweislich die Öffentlichkeit, steigt die Strafe auf 10 Euro. Allerdings können die Beamten nur einschreiten, wenn sie die Zuwiderhandlung selbst beobachten.
Die gesetzliche Nachtruhe beginnt um 22 Uhr, doch die Durchsetzung bleibt schwierig. Die Polizei darf nur dann Strafen verhängen, wenn sie die Verstöße direkt mitbekommt. Sie greift ein, wenn Korsos Gefahren verursachen – etwa durch Blockieren des Verkehrs oder die Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer.
Betroffene Anwohner können eine Beschwerde einreichen, am besten während der Lärmbelästigung. Die Behörden sind auf direkte Beobachtungen angewiesen, um handeln zu können. Die Regeln sind klar, doch ihre Durchsetzung hängt davon ab, ob die Polizei vor Ort ist.
