Leerstand in Wiesbaden wird zum Labor für Stadtentwicklung und Innovation
Mia SchmitzLeerstand in Wiesbaden wird zum Labor für Stadtentwicklung und Innovation
Leerstehender Einzelhandelsraum in Wiesbaden wird zum Zentrum für städtische Innovation
In Wiesbaden entsteht aus einer leerstehenden Verkaufsfläche ein Ort für urbane Innovation: Die WerkRaum Wiesbaden, die im Mai 2023 eröffnet, dient als temporärer Begegnungsort für Projekte zur Stadtentwicklung. Die Initiative ist Teil des Programms World Design Capital Frankfurt RheinMain 2026.
Vom 2. Mai bis zum 31. Oktober 2023 wird die ehemalige Sportscheck-Filiale in der Wiesbadener Innenstadt die WerkRaum beherbergen. Ziel des Projekts ist es, lokale und regionale Akteure aus den Bereichen Wohnen, Verkehr, Klimaschutz, Gesundheit und Inklusion zusammenzubringen. Die Veranstalter beschreiben es als offenen Raum für Zusammenarbeit und öffentliche Diskussionen.
Die Architektin Sandra Düsterhus zeichnet für das Design verantwortlich – mit Fokus auf Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Materialien. Unterstützung kommt von zahlreichen Partnern, darunter der Kulturfonds Frankfurt RheinMain und das Kulturamt Wiesbaden. Auch die Hochschule Mainz und die städtische Entwicklungsgesellschaft (SEG) sind beteiligt.
Sabine Philipp, Direktorin der Stiftung Wiesbadener Stadtmuseum, sieht in der WerkRaum mehr als nur einen Veranstaltungsort. Sie bezeichnet sie als eine dynamische Plattform, auf der Bürger:innen, Expert:innen und Entscheidungsträger:innen Ideen austauschen können. Ziel ist es, Vernetzungen zwischen bestehenden Initiativen in der Rhein-Main-Region zu stärken.
Sechs Monate lang bietet die WerkRaum Wiesbaden Workshops, Vorträge und praktische Projekte an. Die Ergebnisse könnten künftige städtische Politiken in der Region prägen. Gleichzeitig schafft die Initiative Vorlauf für die anstehenden Veranstaltungen der World Design Capital 2026.






