23 March 2026, 20:30

Liquiditätskrise in Apotheken: Warum viele um ihre Existenz kämpfen

Apotheke mit Glaswänden und -türen, Plakate an den Innenwänden, an einer Straßenkreuzung gelegen.

Liquiditätskrise in Apotheken: Warum viele um ihre Existenz kämpfen

Deutsche Apotheken kämpfen seit Anfang 2024 mit Liquiditätsproblemen. Steigende Kosten für Rezeptmedikamente und verzögerte Erstattungen der Krankenkassen bringen viele an den Rand ihrer Existenz. Einige unabhängige Apotheken stehen nun vor Schließungen oder Zahlungsausfällen, da die Gewinnmargen schrumpfen und der bürokratische Aufwand wächst.

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Der Anstieg teurer Verschreibungen zwingt die Apotheken, ihr tägliches Cashflow-Management neu zu denken. Um die finanzielle Belastung zu mildern, greifen viele auf vorzeitige Auszahlungen ihrer Forderungen zurück. Abrechnungsstellen bieten mittlerweile flexible Modelle für Vorschüsse an – oft zu günstigeren Zinsen als traditionelle Banken.

Eine neue Option ist das Premium-Paket "FlexZahlungBusiness". Es ermöglicht Apotheken, frühzeitig auf Gelder zuzugreifen – gegen eine tägliche Gebühr von 0,02 Prozent. Dabei wird nur der tatsächlich verfügbare Betrag überwiesen, um Liquiditätsfallen zu vermeiden. Zudem können die Apotheken die Überweisungen selbst auslösen und den Zeitpunkt ihren Bedürfnissen anpassen.

Auch andere Abrechnungsstellen wie Noventi bieten ähnliche Vorabzahlungen an. Ihre Gebühren setzen sich aus einem Festpreis und einem variablen Aufschlag zusammen, der an den Ein-Monats-Euribor der Bundesbank gekoppelt ist. Die Höhe der Vorschüsse und die Finanzierungsdauer variieren je nach den individuellen Anforderungen der Apotheke.

Frühauszahlungssysteme geben den Apotheken mehr Kontrolle über ihre Finanzen. Durch den Verzicht auf hohe Bankzinsen und die Anpassung der Überweisungen an den täglichen Bedarf lässt sich die Liquidität besser steuern. Der Wandel spiegelt die wachsenden Herausforderungen der Branche wider, da die Kosten für Rezeptmedikamente weiter steigen.

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