LTL-Logistik in Deutschland: Steigende Kosten trotz stagnierendem Sendungsvolumen
Mia SchmitzLTL-Logistik in Deutschland: Steigende Kosten trotz stagnierendem Sendungsvolumen
Kosten im deutschen Teilladungsverkehr (LTL) steigen weiter an
In der zweiten Jahreshälfte 2025 sind die Kosten im deutschen Teilladungsverkehr (Less-than-Truckload, LTL) weiter gestiegen. Obwohl das Sendungsaufkommen nahezu stabil blieb, kletterten die Ausgaben in der Branche deutlich – angetrieben durch höhere Lohnkosten, Investitionen in Technologie sowie steigende Palettenhandhabungskosten. Eine aktuelle Analyse des Deutschen Speditions- und Logistikverbandes (DSLV) unterstreicht den wachsenden finanziellen Druck auf die Logistikunternehmen.
Das Sendungsvolumen in den LTL-Netzen blieb mit einem Rückgang von nur 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 2024 nahezu unverändert. Die Nachfrage blieb schwach, doch die Betriebskosten stiegen um 4,2 Prozent – vor allem aufgrund von Investitionen in neue Technologien und Infrastruktur.
Die Personalkosten blieben mit rund 51 Prozent der sendungsbezogenen Prozesskosten der größte Kostenfaktor. Allein in der zweiten Jahreshälfte 2025 erhöhten sie sich um 3,7 Prozent. Auch die Kosten für die Palettenhandhabung stiegen deutlich: Die Preise für Paletten kletterten um etwa 21 Prozent.
Gleichzeitig erhöhten sich die sendungsbezogenen Prozesskosten um 3,4 Prozent. Die Zahl der Umschlagterminals wuchs von 25 auf 28, wodurch die durchschnittliche Sendungsmenge pro Depot um 3,3 Prozent sank. Maut- und Spritkosten blieben hingegen stabil und dämpften so den Gesamtanstieg der Ausgaben.
Der DSLV warnt, dass die Branche kaum noch Spielraum habe, die steigenden Kosten allein durch Effizienzmaßnahmen aufzufangen.
LTL-Logistikbranche unter Kostendruck trotz stagnierendem Sendungsvolumen Trotz eines nahezu unveränderten Sendungsaufkommens sieht sich der Teilladungsverkehr mit steigenden Ausgaben konfrontiert. Da Lohn- und Palettenkosten weiter klettern, dürften es Unternehmen zunehmend schwerer haben, die finanziellen Belastungen ohne weitere Anpassungen auszugleichen. Zudem hat die Ausweitung der Umschlagterminals die Effizienz pro Depot verringert – eine zusätzliche Herausforderung für die Branche.






