Merz löst mit Lübcke-Äußerungen Empörung in der CDU aus
Friedrich Merz steht wegen Äußerungen zu Protesten nach der Ermordung des CDU-Politikers Walter Lübcke in der Kritik. Seine Bemerkungen fielen während eines Besuchs in der CDU-Zentrale, mitten in der anhaltenden Debatte über den Kurs der Partei gegenüber der rechtsextremen AfD.
2019 war der CDU-Politiker Walter Lübcke von einem Rechtsextremisten ermordet worden. Tausende Bürger aus unterschiedlichen politischen Lagern gingen damals in ganz Deutschland auf die Straße, um sich solidarisierend für die Demokratie zu zeigen. Seine Witwe, Irmgard Braun-Lübcke, erinnerte sich später an die breite Unterstützung nach dem Tod ihres Mannes.
Merz kritisierte kürzlich Demonstranten vor CDU-Büros dafür, nicht bereits zum Zeitpunkt von Lübckes Ermordung protestiert zu haben. Seine Aussagen fielen zusammen mit erneuten Diskussionen innerhalb der CDU/CSU über die „Brandmauer“-Strategie gegenüber der AfD. Nach Lübckes Tod hatte der CDU-Bundesvorstand seine Entscheidung von 2018 bekräftigt, jede Zusammenarbeit mit der rechtsextremen Partei abzulehnen.
Irmgard Braun-Lübcke zeigte sich von Merz’ Äußerungen befremdet. Die CDU hält weiterhin an ihrer Haltung fest, keine Bündnisse mit der AfD einzugehen. Die Debatte über den Kurs der Partei bleibt innerhalb der Reihen lebendig.
