18 April 2026, 00:22

Merz stellt Kohleausstieg infrage – und setzt auf Gas und neue Technologien

Balkendiagramm, das den Stromertrag aus Wind und Solar in Deutschland vergleicht, mit begleitendem erklärendem Text.

Merz stellt Kohleausstieg infrage – und setzt auf Gas und neue Technologien

Bundeskanzler Friedrich Merz stellt Kohleausstieg infrage

Bundeskanzler Friedrich Merz hat Zweifel am geplanten Kohleausstieg Deutschlands geäußert. Seine Äußerungen fallen in eine Phase stark steigender Energiekosten, die die Verbraucherpreise auf den höchsten Anstieg seit über drei Jahren treiben. Der CDU-Vorsitzende skizzierte zugleich alternative Pläne, um die Energieversorgung des Landes zu sichern – bei gleichzeitiger Beibehaltung des Ausbaus erneuerbarer Energien.

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In der Energiedebatte schlug Merz vor, die Laufzeit bestehender Kohlekraftwerke zu verlängern. Diese könnten, so sein Argument, während der Übergangsphase die Versorgung stabilisieren. Gleichzeitig schloss er eine Rückkehr zur Kernenergie kurzfristig aus.

Stattdessen betonte er den Bedarf an neuen gasbefeuerten Grundlastkraftwerken, die erneuerbare Energien ergänzen sollen. Obwohl Merz seine Unterstützung für den Ausbau von Wind- und Solarenergie bekräftigte, blickte er auch auf zukünftige Technologien. Er äußerte Hoffnung auf Fortschritte in der Kernfusion und regte an, dass Deutschland die Erforschung kleiner modularer Reaktoren (SMR) vorantreiben solle.

Die Dringlichkeit der Energiediskussion wird durch den deutlichen Anstieg der Lebenshaltungskosten unterstrichen. Die Verbraucherpreise dürften im März im Vergleich zum Vormonat um 1,1 % steigen – der stärkste monatliche Anstieg seit Ende 2020. Die Jahresteuerungsrate wird auf 2,6 % prognostiziert, angetrieben unter anderem durch die Spannungen im Iran-Konflikt, die die globalen Energiemärkte belasten.

Merz' Vorschläge markieren einen Kurswechsel in der deutschen Energiestrategie, der kurzfristige Stabilität mit langfristiger Innovation verbinden soll. Der Fokus bleibt auf erneuerbaren Energien, doch Kohle und Gas könnten eine größere Rolle spielen als ursprünglich geplant. Unterdessen sehen sich Haushalte mit den höchsten Preiserhöhungen seit der Pandemie konfrontiert, während die Energiekosten weiter steigen.

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