Mike Amiris düstere Hommage an L.A. bezaubert die Paris Fashion Week
Philipp MeyerMike Amiris düstere Hommage an L.A. bezaubert die Paris Fashion Week
Designer Mike Amiri präsentierte in Paris seine neueste Kollektion – inspiriert von der dunklen Seite Los Angeles’. Diesmal wandte er sich von der sonst so sonnendurchfluteten Nostalgie der Marke ab und setzte auf ein raueres, aber auch eleganteres Ästhetikverständnis. Die Show markierte zudem einen persönlichen Meilenstein für seine Familie.
Die geschlechterübergreifende Präsentation begann mit einem schlichten, schiefergrauen Anzug – eine Hommage an den Film „American Gigolo“. Statt der früher typischen drapierten Jacken setzte Amiri nun auf klare Schulterlinien und hochtaillierte Hosen. Schillernde Stoffe und seine erste Hochwertige Schmuckkollektion verleihen den Entwürfen eine neue Ebene an Raffinesse.
Die Kollektion erkundete das düstere, zwielichtige Untergrundflair von L.A. – ein Bruch mit dem sonst so hellen, nostalgischen Stadtbild der Marke. Als prägenden Einfluss für die Stimmung der Saison nannte Amiri den Film „Drive“. Sein Markenzeichen – Hemden ein Knopfloch weiter offen zu tragen – blieb ein subtiles, aber bewusst gesetztes Detail.
Zum ersten Mal nahmen Amiris Eltern, iranische Einwanderer, an der Paris Fashion Week teil. Sein Vater, eine prägende Figur für sein Schaffen, hatte noch nie eine Show seines Sohnes in Paris live erlebt. Die Saison brachte kühner geschnittene Silhouetten, neue Materialien und persönliche Premieren für den Designer. Seine Familie verfolgte mit, wie sich seine Vision auf internationaler Bühne weiterentwickelte. Die Kollektion verband filmische Inspirationen mit einem frischen Blick auf die widersprüchliche Seele Los Angeles’.
