30 May 2026, 10:11

Moira Lüttich tritt nach massiven Hassattacken von allen Ämtern zurück

Hass treibt Volt-Politikerin zum Rücktritt

Moira Lüttich tritt nach massiven Hassattacken von allen Ämtern zurück

Moira Lüttich ist von allen ihren politischen Ämtern bei Volt Wiesbaden zurückgetreten, nachdem sie unerbittlichen digitalen Hassattacken ausgesetzt war. Zu den niedergelegten Positionen gehören der Vorsitz der Fraktion sowie die stellvertretende Parteivorsitzende. Ihr Rückzug wirft Fragen über die zunehmenden Auswirkungen von Online-Belästigung auf die Kommunalpolitik auf.

Die Entscheidung fiel, nachdem Lüttich und ihr engstes Umfeld mit Hassnachrichten in sozialen Medien überhäuft worden waren. Das Ausmaß der Angriffe machte es ihr unmöglich, ihr unentgeltliches Engagement fortzusetzen. Volt Wiesbaden zeigte sich tief enttäuscht und würdigte ihr Engagement während des jüngsten Kommunalwahlkampfs.

Die Partei betonte zudem, dass der Schutz von Familie und Kindern Vorrang vor politischen Pflichten haben müsse. Lüttichs Rücktritt wirft grundsätzliche Fragen auf: Wer schützt eigentlich ehrenamtliche Politikerinnen und Politiker vor digitalen Angriffen? Ihr Fall verdeutlicht, wie digitale Feindseligkeit darüber entscheidet, wer in der öffentlichen Verantwortung bleibt – und wer geht.

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Ihr Rückzug hinterlässt Lücken in der Führung von Volt und zeigt, welchen Preis ungebremste Hetze im Netz fordert. Wenn Hass Politikerinnen und Politiker zum Aufgeben zwingt, verlieren ihre Gemeinden mehr als nur eine Vertreterin oder einen Vertreter. Der Vorfall hat die Forderungen nach besseren Schutzmechanismen für ehrenamtlich Engagierte neu entfacht.

Quelle