München leuchtet für Eid al-Fitr – während Stuttgart im Verkehrschaos versinkt
Mia SchmitzMünchen leuchtet für Eid al-Fitr – während Stuttgart im Verkehrschaos versinkt
München feiert Ende des Ramadan 2026 mit Lichtprojektion am Alten Rathaus
Mit einer öffentlichen Lichtinstallation am Alten Rathaus hat München 2026 das Ende des Fastenmonats Ramadan begangen. Die Fassade erstrahlte in den Worten "Frohes Fest" in 13 Sprachen – ein Zeichen der Offenheit, wie die Stadt betonte. Gleichzeitig sorgten große Versammlungen in Stuttgart und anderen Städten für massive Verkehrsbehinderungen, als Tausende das Fest des Fastenbrechens, Eid al-Fitr, feierten.
Die Beleuchtung in München folgte einem Beschluss des Stadtrats aus dem Jahr 2024, der sich gegen antimuslimischen Rassismus richtet und die Demokratieförderung stärken soll. Dominik Krause, stellvertretender Oberbürgermeister der Grünen, begrüßte die Aktion und übermittelte allen Feiernden die Glückwünsche "Eid Mubarak". Er unterstrich die Bedeutung, sich entschieden gegen Diskriminierung zu stellen.
In Stuttgart versammelten sich rund 3.000 Menschen zu den Eid-Gebeten, was den Verkehr zum Erliegen brachte. Straßen wurden vorübergehend gesperrt, die Polizei musste eingreifen, um die Lage zu kontrollieren. Das Gebet dauerte etwa eine Stunde, doch mit dem Auflösen der Menge kehrten die Staus zurück – Beamte lenkten den Verkehr erneut um.
Die Behörden standen vor Herausforderungen, da die Veranstaltung erst kurzfristig angekündigt worden war. Unklar blieb, ob die Zusammenkunft offiziell angemeldet worden war. Verstärkung wurde angefordert, um die Störungen in den Griff zu bekommen.
Anders als noch 2024, als keine deutsche Stadt das Ramadan-Fest öffentlich würdigte, beteiligten sich 2026 mehrere Orte – darunter Halle und Dortmund – an den Feierlichkeiten in München und Stuttgart.
Während die Lichtprojektion in München den Willen der Stadt unterstrich, das muslimische Leben sichtbarer zu machen, führten die großflächigen Versammlungen in Stuttgart und anderswo zu Verkehrschaos, das polizeiliche Maßnahmen erforderte. Noch steht nicht fest, ob künftige Feiern eine offizielle Anmeldung benötigen, um ähnliche Behinderungen zu vermeiden.






