Neue Ausstellung in Hilders zeigt vergessenes jüdisches Leben in der Rhön
Emma SchmidtNeue Ausstellung in Hilders zeigt vergessenes jüdisches Leben in der Rhön
In Hilders ist eine neue Ausstellung über jüdisches Leben in der Rhön eröffnet worden. Initiator des Projekts ist Dr. Michael Imhof; die Schau ist auf zwei Standorte verteilt und läuft bis Ende März 2026.
Eröffnet wurde die Ausstellung mit einem Einführungsvortrag von Dr. Imhof, der über die Einschränkungen und Verbote sprach, denen jüdische Bürgerinnen und Bürger in der Rhön ausgesetzt waren. Auch Sebastian Müller, Mitglied des hessischen Landtags, nahm teil und betonte die Bedeutung der Erinnerung an jüdisches Leben und die Verbrechen der NS-Zeit.
Eine zentrale Rolle bei der Vorbereitung der Ausstellung spielten Schülerinnen und Schüler. Sie hatten sich bereits im Unterricht mit dem Thema beschäftigt, bevor sie eigene Beiträge einbrachten. Die Exponate sind auf die Mittelpunktschule Hilders und das Hessische Verwaltungsgebäude des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön aufgeteilt.
Dr. Imhof wird am 26. Februar 2026 zwei weitere Vorträge halten: Um 19 Uhr spricht er im Hessischen Verwaltungsgebäude über die gemeinsame Geschichte von Juden und Christen in der Rhön. Bereits am selben Tag präsentiert er in der Mittelpunktschule einen Vortrag mit dem Titel „Gegen das Vergessen: Jüdisches Leben in der Rhön“.
Die Ausstellung beleuchtet den wirtschaftlichen, sozialen und politischen Einfluss jüdischer Gemeinden in der Rhön über die Jahrhunderte. Bis Ende März 2026 bleibt sie für Besucherinnen und Besucher zugänglich. Beide Vorträge zielen darauf ab, das Verständnis für diese lange und prägende Geschichte zu vertiefen.
