Neue Förderung stärkt jüdisches Kulturerbe in Offenbach bis 2027
Die Max-Dienemann-/Salomon-Formstecher-Gesellschaft Offenbach hat eine neue Fördervereinbarung mit den Stadtwerken Offenbach geschlossen. Der im Juni 2024 unterzeichnete Vertrag sieht jährliche Zahlungen von 5.000 Euro bis Mitte 2027 vor. Die Mittel fließen in das kulturelle Programm der Gesellschaft, darunter ein kürzlich veranstaltetes Gershwin-Konzert sowie die langjährige Literaturreihe.
Die 1995 gegründete Vereinigung zählt heute über 40 Mitglieder, die sich der Bewahrung und Vermittlung jüdischer Kultur widmen. Mit Konzerten, Lesungen und weiteren Veranstaltungen bietet sie authentische Einblicke in jüdisches Leben. Ein Höhepunkt war im Juni 2024 das Konzert „Summertime – Eine Hommage an George Gershwin“, das dank der Unterstützung der Stadtwerke realisiert werden konnte.
Zu den jährlichen Offenbacher Lesungen lädt die Gesellschaft renommierte literarische Persönlichkeiten ein. Zu den früheren Gästen zählten der Literaturkritiker Marcel Reich-Ranicki und der verstorbene Ignatz Bubis, ehemaliger Vorsitzender des Zentralrats der Juden in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Werke jüdischer Autor:innen, die den Austausch zwischen Religionen und Kulturen fördern.
2018 erhielt die Gesellschaft den Offenbacher Kulturpreis für ihr Engagement. Eng verbunden ist ihre Arbeit auch mit der Stadtgeschichte: Das Capitol-Theater, eine kommunale Spielstätte in einer ehemaligen Synagoge, unterstreicht die Rolle der Vereinigung bei der Pflege des jüdischen Erbes Offenbachs und der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.
Die dreijährige Förderung sichert die Fortführung des Programms. Mit Veranstaltungen wie dem Gershwin-Konzert und den Offenbacher Lesungen wird die Gesellschaft jüdisches Kulturgut weiterhin einer breiten Öffentlichkeit präsentieren. Die Mittel ermöglichen es zudem, auch in den kommenden Jahren hochkarätige Redner:innen und Künstler:innen nach Offenbach einzuladen.






