Neuer Flughafen-Frankfurt-Plan verteilt Fluglärm gerechter – doch nicht alle profitieren
Niklas BrandtNeuer Flughafen-Frankfurt-Plan verteilt Fluglärm gerechter – doch nicht alle profitieren
Ein neuer Betriebsplan für den Flughafen Frankfurt soll die Lärmbelastung auf die umliegenden Gemeinden gleichmäßiger verteilen. Das Hessische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hat das Konzept geprüft, das Flugrouten je nach Verkehrsaufkommen anpasst. Laut Behörden werden die Änderungen für manche Gebiete eine Entlastung bringen, während andere stärkerem Fluglärm ausgesetzt sein werden.
Das aktualisierte System wird zwischen nordwestlichen Abflugrouten und südlichen Anflugkorridoren wechseln. Dadurch soll der Lärm für Städte wie Nauheim und Rüsselsheim reduziert werden. Allerdings müssen sich die Bewohner von Flörsheim und Eddersheim auf höhere Fluglärmbelastungen einstellen.
Die meisten Starts werden weiterhin über die Westbahn erfolgen, sodass das Grundgerüst des Flugbetriebs erhalten bleibt. Der Plan sieht zudem eine morgendliche Lärmpause vor: Abflüge in nordwestlicher Richtung sind vor 6 Uhr nicht mehr erlaubt. Diese Maßnahme ist Teil eines freiwilligen Lärmschutzpakets, das auch den Ausbau von Schallschutzmaßnahmen an Gebäuden und zusätzliche Fördermittel für besonders betroffene Zonen umfasst.
Das Konzept ist auf etwa 560.000 Flugbewegungen bis zum Jahr 2033 ausgelegt. Gutachten des Landes bestätigen, dass die Lärmauswirkungen den aktuellen Planungsvorgaben entsprechen. Städte wie Wiesbaden und Mainz werden durch die Neuregelung kaum oder gar nicht zusätzlich belastet.
Die überarbeiteten Flugverfahren zielen darauf ab, den Lärm gleichmäßiger über die Region zu verteilen. Gezielte Ruhephasen und Schallschutzmaßnahmen sollen den am stärksten betroffenen Gemeinden zugutekommen. Die Änderungen sollen schrittweise in Kraft treten, während der Flugverkehr in den kommenden Jahren weiter wächst.






