Neues Rechtsmittel verlängert Streit um Hanaus Annasiedlung
Gegen das Urteil des Landgerichts Darmstadt im Fall Dolphin Capital 214. Projekt GmbH & Co. KG gegen die Stadt Hanau ist nun ein neues Rechtsmittel eingelegt worden. Durch diesen jüngsten Schritt bleibt der Rechtsstreit um die Wohnsiedlung Annasiedlung weiterhin ungelöst.
Die Landwirtschaftskammer des Landgerichts Darmstadt hatte in ihrem Urteil vom 3. Dezember die Rechtsposition Hanaus weitgehend bestätigt. Dennoch hat die Gegenseite nun das am 5. Januar 2026 verkündete Urteil angefochten. Bisher wurden keine konkreten Begründungen für das Rechtsmittel vorgelegt; die Frist hierfür beträgt zwei Monate ab Zustellung des Urteils, mit möglicher Verlängerung.
Die Säumnis des Insolvenzverwalters bei der Erfüllung seiner Pflichten hat zu einem fortschreitenden Verfall des denkmalgeschützten Wohnkomplexes geführt. Oberbürgermeister Claus Kaminsky äußerte Besorgnis über den sich verschlechternden baulichen Zustand der Siedlung. Zudem betonte er, dass die Weigerung, das Gerichtsurteil zu akzeptieren, eine sachgerechte Lösung weiter verzögere.
Die Stadt Hanau hat erneut bekräftigt, die Annasiedlung zurückerwerben und sozialverträgliche Sanierungen durchführen zu wollen. Aufgrund des laufenden Verfahrens kann sie jedoch derzeit keine weiteren rechtlichen Details kommentieren.
Die Einlegung des Rechtsmittels verlängert den juristischen Streit um die Annasiedlung. Die Stadt Hanau bleibt zwar ihren Plänen für das Gelände verpflichtet, muss jedoch den Abschluss des Berufungsverfahrens abwarten. In der Zwischenzeit verschlechtert sich der Zustand des Wohnkomplexes weiter.
