15 May 2026, 22:16

Offenbach plant drastische Erhöhung der Notfalltransport-Kosten bis 2024

Rettungswagen vor einem Krankenhausgebäude mit Fenstern, Geländern und Informationsschildern geparkt.

Offenbach plant drastische Erhöhung der Notfalltransport-Kosten bis 2024

Notfalltransport in Offenbach soll doppelt so teuer werden

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Nach Jahren steigender Nachfrage und wachsender Betriebskosten soll der Preis für Rettungsfahrten in Offenbach fast verdoppelt werden. Seit 2018 werden für jeden Notfalleinsatz 61,50 Euro berechnet – nun plant die Stadt, den Betrag auf 126,50 Euro anzuheben. Hintergrund ist ein deutlicher Anstieg der Einsatzzahlen bei gleichzeitig wachsender Bevölkerung, was die Kosten für die Leitstelle der Feuerwehr und die medizinischen Rettungsteams in die Höhe treibt.

Offenbach ist als gesetzlich vorgesehener Träger der Notfallrettung rund um die Uhr für die Verfügbarkeit von Rettungswagen, Notfallsanitätern und Notärzten verantwortlich. Die Leitstelle der Feuerwehr koordiniert alle Rettungseinsätze und entsendet Einheiten, sobald ein Notruf eingeht. Zudem steuert sie die Alarmierungen für die eigenen Feuerwehrkräfte, wobei die Stadt weiterhin 20 Prozent der Personalkosten der Leitstelle übernimmt.

Die Zahl der Notfalleinsätze ist kontinuierlich gestiegen – von 23.309 im Jahr 2018 auf 29.365 im Jahr 2022. Die Organisation dieser Dienste kostet die Stadt mittlerweile rund 2,6 Millionen Euro pro Jahr. Zwar erhalten Patienten keine direkte Rechnung, doch für jeden transportierten Fall, der erstattungsfähig ist, wird eine Gebühr fällig.

Um die Ausgaben teilweise auszugleichen, zahlt das Land Hessen jährlich 0,35 Euro pro Einwohner. Angesichts der steigenden Kosten wird die Stadtverordnetenversammlung jedoch bald über die Erhöhung der Transportgebühr abstimmen. Der neue Satz soll nach drei Jahren überprüft werden, um sicherzustellen, dass er die Kosten deckt, ohne Überschüsse zu erwirtschaften.

Falls der Beschluss fällt, tritt die Gebührenerhöhung in den kommenden Monaten in Kraft. Die Anpassung soll den gestiegenen Betriebsanforderungen und der zunehmenden Zahl von Notfällen Rechnung tragen. Eine weitere Überprüfung in drei Jahren wird zeigen, ob zusätzliche Änderungen notwendig sind.

Quelle