Offenbachs Kaiserlei-Viertel wird zum neuen Wirtschaftszentrum der Rhein-Main-Region
Niklas BrandtOffenbachs Kaiserlei-Viertel wird zum neuen Wirtschaftszentrum der Rhein-Main-Region
Offenbach treibt Pläne voran, um das Kaiserlei-Viertel zu einem zentralen Knotenpunkt in der Rhein-Main-Region auszubauen. Zur Beschleunigung der Entwicklung wurde ein neuer Wirtschaftsklub ins Leben gerufen, in dem Stadtverantwortliche und private Investoren gemeinsam an dem Projekt arbeiten.
Der Kaiserlei Business Club startete offiziell mit einer Auftaktveranstaltung am 7. März. Rund 90 hochrangige Gäste nahmen an dem Treffen unter dem Motto „Vom Kreisverkehr zum Quartier“ teil. Klaus Kirchberger, Geschäftsführer der OFB Projektentwicklung, bezeichnete die Gründung des Klubs als einen entscheidenden Schritt, um Investoren anzuziehen.
Oberbürgermeister Dr. Felix Schwenke betonte die Notwendigkeit, Kaiserlei zu einem Spitzenstandort zu entwickeln. Gleichzeitig äußerte er die Hoffnung, dass bis zum Sommer 2023 sichtbare Fortschritte auf dem seit langem brachliegenden Gelände um die ehemaligen KWU-Türme erzielt werden. Die Stadt werde ihre eigenen Grundstücke in Abstimmung mit privaten Partnern erschließen, um die Aufwertung voranzutreiben.
Jörn Stobbe von Becken/Industria skizzierte die Vision eines lebendigen, grünen Stadtteils mit starker Unternehmenspräsenz. Martin Brühl von Union Investment plant ein integriertes urbanes Quartier nach dem Leitmotiv „arbeiten – wohnen – leben“. Simon Dietzfelbinger von Drees & Sommer sprach sich für eine präzise Zielgruppenanalyse und die Schaffung gemeinschaftlich nutzbarer öffentlicher Räume aus.
Božica Niermann, Leiterin der städtischen Wirtschaftsförderung, bekräftigte das Engagement ihrer Behörde für die Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsklub. Gemeinsam wollen sie die zukünftige Entwicklung Kaiserleis gestalten.
Die Kooperation zwischen öffentlicher Hand und Privatwirtschaft hat nun konkrete Formen angenommen. Der Kaiserlei Business Club wird eine zentrale Rolle bei der Umgestaltung des Viertels einnehmen. Geplant sind gemischte Nutzungsflächen, Grünanlagen sowie eine verstärkte Anwerbung von Unternehmen und Anwohnern.
