Offenbachs Seniorenheim heizt künftig mit klimafreundlicher Fernwärme aus Müllverbrennung
Emma SchmidtOffenbachs Seniorenheim heizt künftig mit klimafreundlicher Fernwärme aus Müllverbrennung
Ein Seniorenwohnheim in Offenbach stellt bald auf eine umweltfreundlichere Heizungsanlage um. Die gemeinnützige Baugesellschaft GBO rüstet ihre Immobilien auf Fernwärme um und strebt damit eine nachhaltigere Energieversorgung an. Der Schritt unterstützt das Ziel der Stadt, bis 2045 klimaneutral zu werden.
Das Seniorenheim in der Annastraße wird ab der kommenden Heizperiode mit Fernwärme versorgt. Die Energie stammt aus dem Müllheizkraftwerk der EVO Energieversorgung Offenbach in der Dietzenbacher Straße. Da in der Nähe bereits eine Fernwärmeleitung verläuft, hält sich der Aufwand für die Umstellung in Grenzen.
Die GBO verwaltet rund 5.000 Wohnungen, von denen bereits 1.600 mit Fernwärme beheizt werden. Nun prüft die Organisation, welche der verbleibenden gasbeheizten Objekte ebenfalls umgestellt werden können. Geschäftsführer René Weber leitet das Projekt, das im Vergleich zu Gasheizungen eine CO₂-Reduktion von etwa 70 Prozent erwartet.
Für die Mieter entstehen durch die Umstellung keine zusätzlichen Kosten. Die GBO rechnet mit einer Förderung von mindestens 30 Prozent, um die Investitionen abzufedern. Unterdessen strebt die EVO an, bis 2040 der erste klimaneutrale Energieversorger Hessens zu werden.
Die Umstellung auf Fernwärme verringert die Emissionen und passt zu den Klimazielen Offenbachs. Die Umrüstung des Seniorenheims ist ein weiterer Schritt in Richtung einer nachhaltigen Energieversorgung für die Stadt. Die GBO plant, das System künftig auf weitere Immobilien auszuweiten.






