Öffentlicher Dienst in Deutschland wächst seit einem Jahrzehnt kontinuierlich an
Emma SchmidtÖffentlicher Dienst in Deutschland wächst seit einem Jahrzehnt kontinuierlich an
Deutschlands öffentlicher Dienst wächst stetig – seit zehn Jahren
In den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Beschäftigten im öffentlichen Dienst Deutschlands kontinuierlich gestiegen. Zum Stichtag 30. Juni 2024 zählte das Land 1,96 Millionen Beamte, Richter und Soldaten – ein Plus von 5,8 Prozent im Vergleich zu 2014. Dieser Anteil macht etwas mehr als ein Drittel aller öffentlichen Bediensteten bundesweit aus.
Der überwiegende Teil dieser Arbeitskräfte ist bei den Ländern beschäftigt. Ganze 70,1 Prozent arbeiten auf Landesebene, während nur 19,0 Prozent für den Bund tätig sind. Das Bildungswesen bleibt mit 35,6 Prozent (696.000 Beschäftigte) in allgemeinen und beruflichen Schulen der größte Bereich.
Für öffentliche Sicherheit und Ordnung arbeiteten 19,1 Prozent der Belegschaft, was 373.000 Beschäftigten entspricht. Es folgten der Verteidigungsbereich mit 10,0 Prozent (195.000) sowie die Finanzverwaltung mit 8,6 Prozent (167.000).
Jenseits dieser drei Kategorien sind die meisten öffentlichen Bediensteten (63,6 Prozent) nach privatrechtlichen Verträgen angestellt. Diese Gruppe verzeichnete sogar ein noch stärkeres Wachstum – ein Anstieg um 22,1 Prozent im selben Zeitraum.
Die Zahlen zeigen einen klaren Trend: Die Länder dominieren den öffentlichen Dienst in Deutschland, während privatrechtliche Verträge mittlerweile die Mehrheit der Stellen ausmachen. Mit dem Bildungs- und Sicherheitssektor an der Spitze spiegelt die Gesamtentwicklung der Belegschaft größere Verschiebungen in den Prioritäten der öffentlichen Verwaltung wider.






