Pflegeversicherung droht Milliardenloch – Prognosen alarmieren Politiker
Niklas BrandtPflegeversicherung droht Milliardenloch – Prognosen alarmieren Politiker
Die gesetzliche Pflegeversicherung in Deutschland steht vor einem deutlich größeren Finanzloch als bisher angenommen. Neue Prognosen zeigen, dass die Deckungslücke im Jahr 2023 die früheren Schätzungen um Milliarden übersteigen wird. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hat den Ländern nun aktualisierte Zahlen vorgelegt.
Ursprünglich war für 2023 ein Defizit von rund 6 Milliarden Euro veranschlagt worden. Doch überarbeitete Berechnungen offenbaren, dass die tatsächliche Lücke zwischen Einnahmen und Ausgaben mehr als 7,5 Milliarden Euro betragen wird. Ministerin Warken präsentierte diese Zahlen kürzlich den Gesundheitsministern der Länder in einer Aktualisierung.
Die Lage wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Bis 2028 könnte das Defizit auf über 15 Milliarden Euro anwachsen, falls sich die aktuellen Trends fortsetzen.
Die aktualisierten Zahlen unterstreichen die wachsende finanzielle Belastung des deutschen Pflegesystems. Angesichts der stark steigenden Defizite müssen Politikerinnen und Politiker die Finanzierungsprobleme in naher Zukunft angehen. Die überarbeiteten Prognosen der Ministerin bilden nun die Grundlage für weitere Beratungen.






