15 April 2026, 06:23

Protest-Rave in Berlin: Warum das RAW-Gelände jetzt um seine Zukunft kämpft

Eine Gruppe von Menschen sitzt vor einem Gebäude auf dem Boden während einer Demonstration in Berlin, einige tragen Masken, mit verstreuten Taschen und Gegenständen, unter einem klaren blauen Himmel mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund.

Protest-Rave in Berlin: Warum das RAW-Gelände jetzt um seine Zukunft kämpft

Protest-Rave am Samstag in Berlin: Rettet das RAW-Gelände – kulturelles Zentrum in Gefahr

An diesem Samstag findet in Berlin ein Protest-Rave statt, um das RAW-Gelände zu retten – einen zentralen Ort der Berliner Kulturszene. Die Veranstaltung erhält Unterstützung von SPD, Grünen und der Linken, während die Spannungen zwischen Clubbetreibern und der Eigentümerfamilie Kurth eskalieren. Mehrere bekannte Locations stehen vor der Schließung, nachdem Betriebserlaubnisse entzogen und Mietverträge nicht verlängert wurden.

Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Zukunft des RAW-Geländes, das seit 2015 im Besitz der Familie Kurth ist. Diese drängt seit Langem auf eine Neubebauung und schlug jüngst Wohnungen vor – trotz eines Beschlusses der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg, der solche Pläne verbietet. Als Reaktion verweigert Kurth die Verlängerung kurzfristiger Mietverträge für Clubs wie Crack Bellmer, Bar zum Schmutzigen Hobby, Lokschuppen und Cassiopeia, wodurch deren Existenz bedroht ist.

Ein Entwurf für eine Lösung könnte einen Kompromiss bieten: Die Familie Kurth dürfte das Gelände unter stark subventionierten Bedingungen entwickeln, während Clubs und Kultureinrichtungen mindestens 30 Jahre Planungssicherheit erhielten. Doch es gibt weiterhin Streit darüber, wie schnell dieser Entwurf in einen verbindlichen Plan umgesetzt werden soll.

Kurth hat bereits Betriebserlaubnisse widerrufen, sodass die Clubs rechtlich nicht mehr öffnen dürfen. Zudem setzte er eine inoffizielle Frist bis Ende dieses Monats, um eine Einigung über seine Forderungen zu erzielen. Die Clubbetreiber weigern sich jedoch, nachzugeben, und bestehen auf einer dauerhaften Lösung statt kurzfristiger Notlösungen.

Angesichts der drängenden Zeit soll der Protest-Rave Druck auf die Verantwortlichen ausüben, um die kulturelle Zukunft des Geländes zu sichern. Unterstützer betonen, dass das RAW-Areal für Berlins Nachtleben und die Kunstszene unverzichtbar ist.

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Das Schicksal des RAW-Geländes hängt nun von den Verhandlungen zwischen der Familie Kurth, dem Bezirk und den Clubbetreibern ab. Ohne eine schnelle Einigung könnten einige der ikonischsten Locations Berlins für immer schließen. Die Entscheidung wird auch zeigen, ob der Ort als kultureller Freiraum erhalten bleibt – oder einer Neubebauung weichen muss.

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