16 April 2026, 16:16

Rapsglanzkäfer bedroht die Ernte 2026 – wann lohnt sich der Insektizideinsatz wirklich?

Papier aus dem Baldwin Company, Inc. Frühjahrskatalog 1935 mit pinken Rosen und Blättern sowie einer Liste von Zierpflanzen, Samen und Insektiziden.

Rapsglanzkäfer bedroht die Ernte 2026 – wann lohnt sich der Insektizideinsatz wirklich?

Rapsbestände gedeihen im Frühjahr 2026 prächtig – doch der Rapsglanzkäfer droht die Ernte zu gefährden

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Die Winterrapsfelder zeigen sich im Frühjahr 2026 in gutem Zustand: Die Pflanzen strecken sich in die Länge, und die Hauptblütenstände sind bereits sichtbar. Doch der Rapsglanzkäfer stellt in diesem Jahr eine ernste Bedrohung für die Ernte dar. Landwirte erhalten nun Empfehlungen, wann – und ob überhaupt – ein Insektizideinsatz wirklich notwendig ist.

Experten des Thüringer Landesamts für Landwirtschaft und Ländlichen Raum (TLLLR) betonen, dass nicht die Anzahl der Käfer in Gelbschalen ausschlaggebend für eine Behandlung ist. Entscheidend sei vielmehr die Zahl der Käfer pro Hauptknospe. Ein Einsatz lohne sich wirtschaftlich nur, wenn vor der Blüte im Schnitt mehr als zehn Rapsglanzkäfer pro Hauptknospe nachgewiesen werden.

Genaues Monitoring ist entscheidend Die Bestandsbonituren müssen sorgfältig entlang von Transekten erfolgen – nicht nur am Feldrand oder an besonders sichtbaren Pflanzen. In vielen Fällen lasse sich der Insektizideinsatz sogar完全 vermeiden, was Kosten spart und die Umwelt entlastet.

Wahl des richtigen Mittels hängt vom Entwicklungsstadium ab Falls ein Einsatz notwendig wird, stehen je nach Wachstumsphase unterschiedliche Präparate zur Verfügung. Mittel auf Basis von Acetamiprid wie Mospilan SG oder Danjiri können zwischen den BBCH-Stadien 51 und 59 ausgebracht werden, dürfen jedoch nicht mit Netzmitteln gemischt werden. Bienenschonendere Alternativen wie tau-fluvalinhaltige Produkte (Mavrik Vita oder Evure) kommen ab BBCH 59 infrage.

Bei gleichzeitigem Befall durch Rapsstängelrüssler und Rapsglanzkäfer empfiehlt sich Trebon 30 EC – allerdings erst nach Ende der täglichen Bienenflugaktivität.

Ziel: Effizienter Schutz mit Augenmaß Die Empfehlungen zielen darauf ab, wirksamen Pflanzenschutz mit Kosteneffizienz und Umweltschutz in Einklang zu bringen. Durch präzises Monitoring und gezielte Maßnahmen können Landwirte den Käferbefall besser managen – ohne unnötigen Chemikalieneinsatz. Die Leitlinien sorgen dafür, dass die Bekämpfung in der Saison 2026 sowohl praxistauglich als auch nachhaltig erfolgt.

Quelle