RAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Wohnungsbau – wer gewinnt den Kampf?
Mia SchmitzRAW-Gelände in Berlin: Kultur gegen Wohnungsbau – wer gewinnt den Kampf?
Die Zukunft des RAW-Geländes in Berlin steht auf dem Spiel. Was einst als Wartungsdepot der Reichsbahn diente, hat sich zu einem lebendigen Kulturzentrum mit Konzertorten, einem Biergarten und einem Flohmarkt entwickelt. Doch ein Streit zwischen dem privaten Eigentümer und der Stadt gefährdet nun seine Existenz.
Die Kurth Group, Besitzerin des Geländes, wirft der Berliner Stadtregierung vor, frühere Vereinbarungen gebrochen zu haben. Das Unternehmen fordert schnellere Baugenehmigungen, um mit dem Bau von Wohnungen zu beginnen. Im Mittelpunkt des Konflikts steht die Frage, wie viele Wohnungen entstehen sollen – und ob die historischen Hallen, in denen Clubs und Kulturstätten untergebracht sind, erhalten bleiben.
Einige Mieter haben bereits Räumungsklagen erhalten. Der Club Cassiopeia, eine der langjährigen Institutionen auf dem Gelände, könnte bereits nächste Woche schließen müssen. Der Senat und der Bezirk reagierten mit dem Aufruf zu weiteren Gesprächen, um den einzigartigen Charakter des Ortes zu bewahren.
Das RAW-Gelände bleibt ein zentraler Bestandteil der Berliner Kulturszene. Sein Schicksal hängt von den laufenden Verhandlungen zwischen Eigentümer und Stadt ab. Die Entscheidung wird zeigen, ob seine Clubs, Märkte und Freiflächen überleben – oder ob sie neuen Wohnungen weichen müssen.
