07 April 2026, 18:21

Rechtsstreit um Caren Miosga: Befangenheitsvorwürfe gegen ARD-Talkshow eskalieren

Gelblicher Zeitungsausschnitt mit schwarzer Tinte betitelt "Semanario Repúblicano Democrático Federal", mit dem Wort "Diskussion", leicht zerknittert mit sichtbaren Gebrauchsspuren.

Rechtsstreit um Caren Miosga: Befangenheitsvorwürfe gegen ARD-Talkshow eskalieren

Ein Rechtsstreit ist über die Behandlung der Vorwürfe gegen den Schauspieler Christian Ulmen in der NDR- und ARD-Talkshow Caren Miosga entbrannt. Der Medienanwalt Christian Schertz wirft der Sendung Befangenheit vor, während das Redaktionsteam jede Schuld von sich weist. Im Mittelpunkt des Falls stehen Aussagen, die Ulmen und die Schauspielerin Collien Fernandes betreffen – mit weitreichenden Folgen für Medienethik und investigativen Journalismus.

Die Kontroverse begann, nachdem Caren Miosga eine anstehende Folge ankündigte, die sich mit den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen befassen sollte. Schertz kritisierte, die Sendung habe Ulmens Perspektive ausgeblendet und handele damit im Widerspruch zu rechtlichen Grundsätzen. Zudem warf er dem Format vor, in seiner Berichterstattung rechtlich angreifbar zu sein.

Der Anwalt bestritt, dass Ulmen Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet habe – entgegen früheren Berichten des Spiegel. Er berief sich auf die Polizei in Mallorca, die angeblich von "Fehlverhalten auf beiden Seiten" gesprochen habe, bevor das Verfahren eingestellt wurde. Schertz drohte dem Spiegel inzwischen mit rechtlichen Schritten wegen dessen Berichterstattung.

Das Team von Caren Miosga verteidigte seine Arbeit und betonte, man habe sich an die Standards verantwortungsvollen investigativen Journalismus gehalten. Ulmen gelte weiterhin als unschuldig, und die Sendung behandle ein gesellschaftlich relevantes Thema. Schertz, der sich als Gesprächsgast anbot, wurde abgelehnt – was die Spannungen weiter verschärfte.

Unterdessen prüfen die Staatsanwälte in Itzehoe weiterhin die Vorwürfe von Fernandes. Der Fall hat eine breitere Debatte über digitale Gewalt und die Rolle der Medien in prominenten Konflikten ausgelöst.

Der Streit verdeutlicht die Spannungen zwischen Medienberichterstattung und rechtlichem Schutz. Während die Staatsanwaltschaft die Vorwürfe noch immer prüft, hält die Talkshow an ihrer redaktionellen Linie fest. Das Ergebnis könnte künftige Diskussionen über journalistische Ausgewogenheit und den Umgang mit sensiblen Fällen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk prägen.

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