"Rehné": Der einsame Hirsch an der A7 fasziniert Autofahrer und Behörden
Emma SchmidtTiermagnet auf der A7: Hunderte Anrufe wegen Hirsch - "Rehné": Der einsame Hirsch an der A7 fasziniert Autofahrer und Behörden
Ein einzelner Hirsch, von Einheimischen Rehné getauft, ist inzwischen eine vertraute Erscheinung in der Nähe der Autobahn A7 bei Soltau. Erstmals Anfang 2024 gesichtet, zieht das Tier seit zwei Jahren zunehmend Aufmerksamkeit auf sich. Nun ergreifen die Behörden Maßnahmen, um sowohl die Sicherheit des Hirschs als auch der Autofahrer zu gewährleisten.
Erstmals dokumentiert wurde der Hirsch Anfang 2024 im Bayerischen Wald. Seither steigt die Zahl der gemeldeten Sichtungen stetig – von etwa 15 im Jahr 2024 auf über 50 im Jahr 2025. Allein in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 gab es rund 30 weitere Beobachtungen, vor allem in der Oberpfalz.
Der vermutlich etwa drei Jahre alte Hirsch dürfte in der Region geboren worden sein. Anders als viele Artgenossen hat er sein Revier nie verlassen und ist oft von der Autobahn aus zu sehen – besonders in der Nähe der Ausfahrt Soltau-Süd in Richtung Hannover.
Trotz seiner häufigen Auftritte hat der Hirsch bisher keine Unfälle verursacht. Eine aktuelle Risikobewertung stuft die Gefahr schwerer Kollisionen als gering ein. Dennoch rät die Polizei den Fahrern, bei einer Sichtung weder abrupt zu bremsen noch anzuhalten. In Kürze werden Warnschilder entlang der Strecke aufgestellt, um Autofahrer zu sensibilisieren.
Bei allen seinen Auftritten blieb der Hirsch stets allein. Bisher wurde nicht beobachtet, dass er nach einer Partnerin sucht oder mit anderen Hirschen interagiert.
Die regelmäßigen Sichtungen des Tieres haben zu verstärkten Kontrollen und Sicherheitsvorkehrungen geführt. Die Warnschilder sollen das Risiko für Autofahrer verringern, während der Hirsch weiterhin in der Nähe der Autobahn umherstreift. Bisher gab es keine Zwischenfälle, doch die Behörden bleiben wachsam.






