Käfer gegen Riedberg-Tunnel: Initiative scheitert vor Gericht - Riedberg-Tunnel: Gericht lehnt Baustopp trotz seltener Käferart ab
Eine Bürgerinitiative ist mit ihrem Eilantrag gescheitert, den Bau des Riedberg-Tunnels zu stoppen. Die Gruppe argumentierte, das Projekt gefährde den seltenen Heldbock-Käfer. Das Hessische Verwaltungsgericht in Kassel wies den Antrag auf vorläufige Baustopp ab.
Der Tunnel ist Teil eines Milliardenprojekts zur Schließung einer zwei Kilometer langen Lücke zwischen den Autobahnen A66 und A661. Mit einer Länge von 1,1 Kilometern wird er einen Großteil der fehlenden Verbindung abdecken. Die Bürgerinitiative behauptete, die Umweltausnahmegenehmigung für das Vorhaben sei rechtswidrig, da das Fällen von Brutbäumen die geschützten Käfer töten würde.
Das Gericht urteilte, dass zwar einige Käfer sterben könnten, aber ausreichend alternative Bäume erhalten blieben, um den Fortbestand der Art zu sichern. Zudem betonte es, dass der Tunnel ein erhebliches öffentliches Interesse erfülle. Der Rechtsstreit richtete sich konkret gegen die Planfeststellung für den Ausbau der A66.
Mit der Entscheidung kann der Bau nun fortgesetzt werden. Das Urteil unterstreicht die Bedeutung des Projekts und berücksichtigt Umweltschutzbelange, indem es sicherstellt, dass die Käferpopulation nicht ausgerottet wird. Der Bürgerinitiative stehen an dieser Stelle keine weiteren rechtlichen Mittel mehr zur Verfügung, um die Arbeiten zu stoppen.
