Roboter-Küchenhersteller wagt riskante Expansion trotz Aktien-Crashs und Millionenverlusten
Mia SchmitzRoboter-Küchenhersteller wagt riskante Expansion trotz Aktien-Crashs und Millionenverlusten
Roboter-Küchenhersteller expandiert trotz finanzieller Herausforderungen
Das Unternehmen, das den KI-gesteuerten Roboter CA-1 produziert, hat trotz finanzieller Schwierigkeiten seine Aktivitäten ausgeweitet. Mit neuen Partnerschaften und Rüstungsaufträgen konnte es seine Position stärken – doch der Aktienkurs ist in diesem Jahr stark eingebrochen und hat über 53 Prozent an Wert verloren.
Erst kürzlich ging das Unternehmen eine Kooperation mit MMV Leasing ein, um Gastronomiebetrieben die Möglichkeit zu bieten, den CA-1-Roboter zu leasen. Damit soll die Technologie für Restaurants und Caterer zugänglicher werden. Gleichzeitig wird die Produktion über den Auftragsfertiger Celestica hochgefahren, der Kapazitäten für vierstellige Stückzahlen bereitstellt.
Zudem dringt das Unternehmen in den Verteidigungssektor vor: Es unterzeichnete einen Liefervertrag über bis zu 25 Einheiten für die ukrainischen Streitkräfte. Auch die Bundeswehr testet derzeit seine autonomen Kochsysteme für die Truppenverpflegung.
Finanziell bleibt die Lage jedoch gemischt. Für 2025 wird ein Umsatz von lediglich 250.000 Euro erwartet, bei einem prognostizierten Betriebsverlust von 15 Millionen Euro. Die Umsatzprognose für 2026 liegt jedoch zwischen 44 und 55 Millionen Euro. Das Unternehmen gibt an, über einen theoretischen Auftragsbestand von 1,6 Milliarden Euro zu verfügen – doch bisher schlagen sich diese Zahlen nicht in tatsächlichen Verkäufen nieder.
Um die Produktion zu finanzieren, nahm das Unternehmen über eine Mini-Anleihe rund 1,67 Millionen Euro auf. Dennoch scheint das Vertrauen der Anleger erschüttert: Die Aktie notiert derzeit bei 5,58 Euro.
Während das Unternehmen mit Rüstungsaufträgen und Leasingmodellen voranschreitet, kämpft es mit schwachen Umsätzen und einem fallenden Aktienkurs. Langfristig wird der Erfolg davon abhängen, ob es gelingt, den behaupteten Auftragsbestand in reale Verkäufe umzuwandeln. Zwar sind Produktionskapazitäten und Finanzierung gesichert – doch die Profitabilität bleibt vorerst in weiter Ferne.






