28 March 2026, 14:17

Schockierende Mängel: 85 Prozent der Reisebusse bei Zollkontrolle durchgefallen

Eine Bushaltestelle mit einem "Verkehrshinweis"-Schild, umgeben von Gras, einem Schuppen, einem Zaun, einer Wand, einer Brücke, Bäumen und einem bewölkten Himmel.

Schockierende Mängel: 85 Prozent der Reisebusse bei Zollkontrolle durchgefallen

Am 22. März 2026 führten Behörden am Zollamt Weil am Rhein unerwartete Kontrollen von Reisebussen durch. Im Fokus stand der grenzüberschreitende Personentransport – dabei wurden zahlreiche Verstöße gegen EU-Verkehrsvorschriften aufgedeckt. Die Mehrheit der überprüften Fahrzeuge erfüllte die gesetzlichen Anforderungen nicht.

Zwischen 13 und 18 Uhr untersuchten Zollbeamte und Verkehrspolizisten insgesamt 17 Busse, darunter 15 Gelegenheitsverkehrsfahrzeuge und zwei Linienbusse. Geprüft wurde insbesondere die Einhaltung von EU-Regelungen, etwa zu vorgeschriebenen Ruhezeiten und der ordnungsgemäßen Dokumentation.

In rund 85 Prozent der Fahrzeuge wurden Mängel festgestellt. Häufig fehlten oder waren die vorgeschriebenen EU-Fahrtennachweise unvollständig, zudem gab es Verstöße gegen die Ruhezeitvorgaben. Ein Bus fiel besonders auf: Sein Tachograph war abgelaufen, zudem wies er eine beschädigte Windschutzscheibe auf.

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Das Unternehmen, das den Bus mit dem defekten Tachographen betrieb, erhielt sofort ein Bußgeld. Bei mehreren Fahrzeugen fehlten zudem ergänzende Eintragungen im Kontrollgerät. In den vergangenen zwei Jahren waren in Deutschland keine Vorstrafen für ähnliche Verstöße verzeichnet.

Die Aktion zeigte, dass im grenzüberschreitenden Busverkehr weitverbreitete Regelmissachtung herrscht. Die Behörden kündigten an, im Laufe des Jahres 2026 weitere Kontrollen im gewerblichen Personentransport durchzuführen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine strengere Überwachung notwendig sein könnte, um die Einhaltung der EU-Verkehrsgesetze zu gewährleisten.

Quelle