11 June 2026, 16:12

Sechs Jahre nach Hanau: Familie Kurtović kämpft weiter um Gerechtigkeit für Hamza

Erinnerung an die Opfer von Hanau - Wulff ruft zur Vielfalt auf

Erinnerung an die Opfer von Hanau - Wulff ruft zur Vielfalt auf - Sechs Jahre nach Hanau: Familie Kurtović kämpft weiter um Gerechtigkeit für Hamza

Angehörige und Freunde von Hamza Kurtović versammelten sich kürzlich, um seiner zu gedenken. Sechs Jahre sind vergangen, seit er bei einem rassistischen Anschlag in Hanau getötet wurde. Die Veranstaltung brachte Gemeinschaftsvertreter und Betroffene der Tragödie zusammen.

Am 19. Februar 2020 verübte ein 43-jähriger Deutscher in Hanau einen rassistisch motivierten Anschlag. Er erschoss neun Menschen, bevor er seine Mutter tötete und sich selbst das Leben nahm. Unter den Opfern war auch Hamza Kurtović.

Der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff nahm an der Gedenkfeier teil. Gemeinsam mit Armin Kurtović, Hamzas Vater, besuchte er das Grab des jungen Mannes. Wulff nutzte die Gelegenheit, um sich für eine entschlossene Verteidigung von Vielfalt und Toleranz in der Gesellschaft auszusprechen. Gleichzeitig kritisierte er die Tendenz in Deutschland, Diskriminierungserfahrungen zu ignorieren.

Die Familie Kurtović äußert seit Langem Unzufriedenheit mit der Aufarbeitung des Falls. Im November 2023 reichten Armin Kurtović und seine Frau Dijana Verfassungsbeschwerde beim Bundesverfassungsgericht ein, um die Umstände des Todes ihres Sohnes neu aufrollen zu lassen. Noch im selben Jahr hatte das Oberlandesgericht Frankfurt ihren Versuch, neue Ermittlungen zu erzwingen, für unzulässig erklärt.

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An der Gedenkveranstaltung nahmen auch Beate Hofmann, Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, und Oliver Dainow, Geschäftsführer der Jüdischen Gemeinde Hanau, teil.

Die Zusammenkunft markierte den sechsten Jahrestag des Anschlags, der Hamza Kurtović das Leben kostete. Die Familie kämpft weiterhin um juristische Aufklärung. Gemeinschaftsvertreter bekräftigten ihr Engagement gegen Rassismus und für die Unterstützung der Betroffenen.

Quelle