14 April 2026, 12:17

Streit um Balkon-Erweiterung am Peitinger Hauptplatz: Bauausschuss gespalten

Ein mehrgeschossiges Parkhaus mit parkenden Autos, Geländern, Säulen, Deckenleuchten, freiliegenden Rohren und nahen Bäumen vor einem Hintergrund von Gebäuden mit Fenstern in einer Stadtlandschaft.

Streit um Balkon-Erweiterung am Peitinger Hauptplatz: Bauausschuss gespalten

Ein Plan, Balkone an einem Gebäude am Hauptplatz von Peiting anzubauen, spaltet den örtlichen Bauausschuss. Die Vorlage sieht vor, zwei Balkone in den Obergeschossen um 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinaus zu verlängern. Während die Mehrheit der Mitglieder dem Projekt zustimmte, lehnte ein Stadtrat die Unterstützung ab.

Im Mittelpunkt steht ein Gebäude, dessen Eigentümer zunächst Balkone zur Straßenseite hin prüfen ließ. Christian Hack, Leiter des städtischen Bauamts, verhinderte dies jedoch mit der Begründung, die Straße befinde sich in kommunalem Besitz. Stattdessen konzentriert sich der überarbeitete Entwurf auf die Westfassade des Hauses.

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Andreas Barnsteiner (BVP) argumentierte, die Balkone würden zu den Proportionen des Gebäudes passen. Michael Deibler (CSU) hingegen bezeichnete das Design als "kaum akzeptabel" und forderte, keine weiteren Änderungen vorzunehmen. Bürgermeister Peter Ostenrieder erkannte zwar Bedenken hinsichtlich der Parkplatzsituation an, betonte jedoch, der Eigentümer halte sich an die geltenden Vorschriften.

Obwohl die Balkone die gesetzlichen Grenzwerte überschreiten, stuft der Ausschuss die Änderung als geringfügig ein – und ebnete damit den Weg für die Genehmigung. Einziger Gegner des Plans war Stadtrat Norbert Merk (CSU), der Befürchtungen äußerte, die neuen Wohnungen könnten den Parkdruck weiter erhöhen.

Das Vorhaben geht nun mit breiter Mehrheit des Gremiums in die Umsetzung. Die Balkone werden trotz anfänglicher Einwände 1,45 Meter über die Grundstücksgrenze hinausragen. Die Sorgen um die Parkplatzsituation bleiben bestehen, doch das Projekt entspricht den aktuellen Bauvorschriften.

Quelle