Stuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papierrezepte digital über Scanacs ab
Niklas BrandtStuttgarter Apotheke rechnet erstmals Papierrezepte digital über Scanacs ab
Apotheke in Stuttgart als erste mit AOK Baden-Württemberg über Scanacs-Plattform abgerechnet
Eine Apotheke in Stuttgart hat als erste Papierrezepte mit der AOK Baden-Württemberg über die Scanacs-Plattform abgerechnet. Das neue System ermöglicht es Apotheken, sowohl elektronische als auch Papierrezepte innerhalb desselben Monats abzurechnen – dank aktueller Anpassungen im Arzneimittelversorgungsvertrag (AVV).
Im Januar wickelte dieselbe Apotheke Rezeptabrechnungen im Wert von über 80.000 Euro ab, darunter ein einzelnes Hochpreisrezept von mehr als 40.000 Euro – alles über Scanacs zügig abgewickelt.
Die Umstellung folgt Änderungen des AVV durch die AOK Baden-Württemberg, die nun einen einheitlichen Abrechnungsprozess für Papier- und E-Rezepte vorschreibt. Apotheken können die Abrechnung entweder selbst vornehmen oder ein Clearingzentrum wie Scanacs nutzen. Entscheiden sie sich für ein Clearingzentrum, müssen jedoch sämtliche Abrechnungen eines Monats ausschließlich darüber abgewickelt werden.
Scanacs-Geschäftsführer Frank Böhme bezeichnete die erste erfolgreiche Abrechnung als Meilenstein. Das Unternehmen will den Prozess bis zum Ende der Übergangsphase weiter optimieren, sodass er zur Routine wird – ohne dass Apotheken zusätzliche Scanner installieren müssen. Böhme betonte zudem, dass das System keinen Mehraufwand verursacht, keine Beschränkungen bei der Abrechnungshäufigkeit mit sich bringt und Zahlungen innerhalb von zehn Tagen garantiert.
Das Interesse an der neuen Monatsmitte-Abrechnungsoption steigt, da sie Apotheken ermöglicht, Hochpreisrezepte auf Papier schneller zu bearbeiten. Angesichts der wachsenden Nachfrage erwartet Scanacs, in den kommenden Monaten weitere Apotheken an die Plattform anzubinden.
Die neue Abrechnungsmethode vereinfacht die Handhabung von Papier- und E-Rezepten für Apotheken. Gleichzeitig beschleunigt sie die Auszahlung bei hochpreisigen Rezepten, wie die 80.000-Euro-Abrechnung der Stuttgarter Apotheke im Januar zeigt. Scanacs plant, den Zugang auszuweiten, da immer mehr Apotheken das System vor Ende der Übergangsphase einführen möchten.






