Tarifstreit in Hessen: Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Lohn – doch das Land blockt
Philipp MeyerDemonstration mit Kettensägen vor Lohnverhandlungen - Tarifstreit in Hessen: Gewerkschaften fordern 7 Prozent mehr Lohn – doch das Land blockt
Tarifverhandlungen für Hessens öffentliche Beschäftigte beginnen heute
Heute starten die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst Hessens. Gewerkschaften und Arbeitgeber kommen zusammen, um über Löhne und Sozialleistungen zu verhandeln. Die Stimmung ist bereits angespannt – die Forderungen nach höheren Löhnen prallen auf die engen finanziellen Spielräume des Landes.
Für 9:30 Uhr ist eine Kundgebung mit Motorsägen vor dem Innenministerium geplant. Ab 11:00 Uhr beginnen dann die Verhandlungen unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Die Gewerkschaften fordern eine Lohnerhöhung von 7 Prozent, 200 Euro mehr im Monat für Auszubildende sowie eine höhere Weihnachtsgeldzahlung.
Innenminister Roman Poseck bezeichnete die Forderungen als unrealistisch und verwies auf den extrem angespannten Haushalt Hessens als großes Hindernis. Auch die Gewerkschaft der Polizei warnte, dass die steigenden Lebenshaltungskosten die Reallöhne der Beschäftigten aushöhlen.
Laut Gewerkschaftsvorschlag soll nur Mitgliedern ein zusätzlicher bezahlter Urlaubstag gewährt werden. Themen der Gespräche sind Lohnerhöhungen, Sonderzahlungen und Urlaubsansprüche. Die finanzielle Lage Hessens wird die Verhandlungen prägen. Eine Einigung muss die Forderungen der Beschäftigten mit den begrenzten Mitteln des Landes in Einklang bringen.






