Tödliche Auseinandersetzung in Flüchtlingsunterkunft: 38-Jähriger vor Gericht
Niklas BrandtNeben dem Opfer geschlafen? Prozess um tödliche Körperverletzung beginnt - Tödliche Auseinandersetzung in Flüchtlingsunterkunft: 38-Jähriger vor Gericht
Ein 38-jähriger Mann steht unter dem Vorwurf, in einer Gemeinschaftsunterkunft im Main-Taunus-Kreis einen 41-jährigen Mann tödlich verletzt zu haben. Das Opfer erlag einer Hirnblutung nach einer gewaltsamen Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern, die ursprünglich aus der Ukraine stammen.
Die beiden hatten zuvor gemeinsam Alkohol getrunken, bevor ihr Streit in Gewalt eskalierte. Der Angeklagte soll das Opfer gewürgt, geschlagen und getreten haben, während es am Boden lag. Nach dem Angriff begab sich der Verletzte ins Bett, und der Angeklagte legte sich neben ihn und schlief ein.
Gegen Mittag entdeckte eine Frau ihren Ehemann bewusstlos und mit Blutungen im Mund. Der Beschuldigte wurde später vor dem Gebäude festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. Sein Verteidiger verlas vor Gericht eine Erklärung, in der er die Tötung bestritt und behauptete, der 41-Jährige habe stark getrunken und sei aus eigener Kraft zusammengebrochen.
Dem Angeklagten werden Totschlag und Körperverletzung vorgeworfen. Mit einem Urteil wird Ende März gerechnet. Im Mittelpunkt des Prozesses stehen widersprüchliche Schilderungen des Tathergangs. Das Gericht muss klären, ob die Handlungen des Angeklagten direkt zum Tod des Opfers führten. Die endgültige Entscheidung wird Ende März verkündet.
