24 April 2026, 04:11

Tübingen gründet Ecowerk e-charge für schnelles Ladenetz in der Region

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Tübingen gründet Ecowerk e-charge für schnelles Ladenetz in der Region

Die Stadtwerke Tübingen haben eine neue Tochtergesellschaft gegründet: Ecowerk e-charge soll den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge (E-Autos) in Tübingen und der umliegenden Region vorantreiben. Der Schritt erfolgt vor dem Hintergrund einer wachsenden Nachfrage nach öffentlichen Ladestationen – trotz gesetzlicher Einschränkungen für Netzbetreiber, die solche Anlagen betreiben dürfen.

Auch der regionale Anbieter Ladestationen Südwest GmbH & Co. KG (LSG) arbeitet daran, das Ladenetz im Pfälzer Raum auszubauen und so die anhaltenden Herausforderungen bei der Elektromobilitätswende zu bewältigen.

Die Gründung von Ecowerk e-charge steht im Einklang mit dem deutschen Energiewirtschaftsgesetz (EnWG), das Netzbetreibern untersagt, öffentliche E-Auto-Ladestationen zu besitzen oder zu betreiben. Um die Vorschriften einzuhalten, haben die Stadtwerke Tübingen zwei separate Tochtergesellschaften ins Leben gerufen – Ecowerk und Ecowerk e-charge –, die neue Märkte erschließen und gleichzeitig rechtliche Spielräume nutzen sollen.

Ecowerk e-charge plant den Aufbau eines dichten Netzes öffentlicher Ladestationen in der Tübinger Innenstadt, in den Versorgungsgebieten des Unternehmens sowie in den angrenzenden Gemeinden. Zudem wird das Unternehmen eigene Tarifmodelle für das Laden einführen, Lösungen für Firmen- und Privatkunden anbieten und Abrechnungsdienstleistungen für andere Betreiber bereitstellen. Ortwin Wiebecke, Geschäftsführer der Stadtwerke Tübingen, betonte, dass Elektroautos in den Gesamtkosten über die gesamte Nutzungsdauer hinweg mittlerweile mit herkömmlichen Verbrennern konkurrieren können.

Unterdessen betreibt LSG, ansässig in Zweibrücken, bereits über 300 Ladestationen in der Region. Das Unternehmen, an dem auch die Stadtwerke Zweibrücken beteiligt sind, setzt auf ein zuverlässiges und nutzerfreundliches Ladenetz. Sophie-Charlotte Knecht, Mitgeschäftsführerin von LSG, verwies auf anhaltende Hürden bei der Verbreitung von E-Autos, darunter Bedenken hinsichtlich der Reichweite, hohe Anschaffungskosten und eine noch unzureichende Ladeinfrastruktur.

Kommunale Tochtergesellschaften wie diese bieten Vorteile wie wirtschaftliche Flexibilität, effizientere Beschaffungsprozesse und mehr Wettbewerb auf dem Markt. Zudem ermöglichen sie gezielte Investitionen und Partnerschaften, um den Übergang zu einer nachhaltigen Mobilität zu beschleunigen.

Sowohl Ecowerk e-charge als auch LSG bauen ihre Ladenetze aus, um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden. Ihre Initiativen zielen darauf ab, den Besitz von Elektroautos praktikabler und erschwinglicher zu machen. Mit dem weiteren Ausbau der Infrastruktur könnte sich der Abschied vom Verbrennungsmotor zusätzlich beschleunigen.

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