21 March 2026, 20:14

Ulms Schulden explodieren: 31 Millionen Euro mehr in nur einem Jahr

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Ulms Schulden explodieren: 31 Millionen Euro mehr in nur einem Jahr

Die finanziellen Probleme Ulms haben sich 2025 weiter verschärft: Die Schulden stiegen um rund 31 Millionen Euro – der stärkste jährliche Anstieg seit 1993. Die Gesamtverschuldung der Stadt beläuft sich nun auf 129 Millionen Euro, ein Stand, der seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr erreicht wurde. Trotz eines Steuermehreinnahmen von 25 Millionen Euro belasten steigende Kosten und unerwartete Ausgaben den Haushalt stark.

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Pro Einwohner ist die Schuldenlast in den vergangenen fünf Jahren tatsächlich gesunken – von etwa 1.200 Euro im Jahr 2021 auf rund 950 Euro 2025. Dieser Rückgang geht unter anderem auf Bundes-Hilfspakete während der Coronapandemie zwischen 2020 und 2023 sowie auf gestiegene Steuereinnahmen durch das Wirtschaftswachstum zurück. Allerdings wurden diese Fortschritte durch Kürzungen bei Investitionen und Schuldenrückzahlungen wieder zunichtegemacht.

Der Großteil der 25 Millionen Euro zusätzlicher Steuereinnahmen stammt aus einem deutlichen Anstieg der Gewerbesteuer, die insgesamt etwa 192 Millionen Euro erreichte. Doch fast das gesamte Mehr wurde durch explodierende Ausgaben – insbesondere in den Bereichen Sozialhilfe und Integrationsleistungen – aufgezehrt. Allein unvorhergesehene und Notfallausgaben summierten sich auf rund 12,6 Millionen Euro.

Ein beträchtlicher Teil des Gewerbesteuer-Booms war zudem nur vorübergehend, da ein Großteil dieser Mehreinnahmen in den kommenden Jahren wieder zurückgeführt werden muss. Folglich wird Ulm auch in der Jahresbilanz 2025 keine Mittel für die Sanierungs- und Modernisierungsrücklage bereitstellen können.

Trotz höherer Steuereinnahmen bleibt die finanzielle Lage Ulms angespannt. Die Schulden erreichen den höchsten Stand seit 2007, während die anhaltenden Kostenbelastungen kaum Spielraum für langfristige Investitionen lassen. Ohne weitere Maßnahmen wird die Haushaltsbelastung voraussichtlich auch in naher Zukunft bestehen bleiben.

Quelle