Urteil im Wiesbadener Prozess: Sieben Jahre Haft für brutalen Frauenhandel aus China
Philipp MeyerLange Haftstrafen für Schleuser von chinesischen Frauen in die Prostitution in Hessen - Urteil im Wiesbadener Prozess: Sieben Jahre Haft für brutalen Frauenhandel aus China
Ein Landgericht in Wiesbaden hat drei Personen wegen Frauenhandels aus China nach Deutschland verurteilt. Die Opfer wurden in Hessen zur illegalen Prostitution gezwungen. Im Prozess ging es um schwere Vorwürfe der Ausbeutung und Steuerhinterziehung.
Die beiden Hauptangeklagten erhielten Haftstrafen von sieben Jahren und sechs Monaten sowie sechs Jahren und drei Monaten. Ein dritter Angeklagter wurde zu drei Jahren und neun Monaten verurteilt. Alle drei wurden wegen Menschenhandels, Zuhälterei und Steuerhinterziehung schuldig gesprochen.
Wie das Gericht feststellte, hatte die Gruppe mehr als ein Dutzend Frauen in China über das Internet angeworben. Anschließend schmuggelten die Täter die Opfer nach Deutschland. In Hessen wurden die Frauen dann gegen ihren Willen zur Prostitution gezwungen.
Die Behörden beschlagnahmten über eine Million Euro aus den kriminellen Machenschaften – Geld, das aus der Ausbeutung der verschleppten Frauen stammte. Die Urteile beenden damit einen großen Fall von Menschenhandel. Die eingezogenen Gelder verbleiben beim Staat. Die betroffenen Frauen wurden aus ihrer Zwangslage befreit.
