02 May 2026, 16:13

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Alarmstimmung aus

Logo der NATO Joint Jet Pilot Training mit einem blauen Kreis mit einem weißen Stern, umgeben von vier farbigen Flaggen, und der Text "NATO Joint Jet" in Weiß.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – und lösen politische Alarmstimmung aus

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen. Der Schritt hat scharfe Kritik deutscher Politiker ausgelöst, die vor einer Schwächung der Sicherheit und strategischen Risiken warnen.

Fachleute und Abgeordnete äußern Bedenken hinsichtlich der weiteren Auswirkungen auf die Verteidigungskooperation – insbesondere angesichts des wachsenden Einflusses Russlands in der Region. Deutsche Vertreter verschiedener Parteien verurteilten die Entscheidung. Die verteidigungspolitische Sprecherin der SPD, Siemtje Möller, bezeichnete die Drohungen von Präsident Trump als „unberechenbar“ und nannte den teilweisen Abzug „strategisch unbegründet“. Gleichzeitig forderte sie europäische Staaten auf, ihre Investitionen in eigene Verteidigungssysteme zu beschleunigen.

Der außenpolitische Experte der CDU, Jürgen Hardt, betonte die Bedeutung der US-amerikanischen Militärpräsenz in Deutschland. Er verwies auf zentrale Einrichtungen wie das EUCOM in Stuttgart und die Air Base Ramstein und warnte, der Abzug untergrabe jahrzehntelange glaubwürdige Abschreckung gegen potenzielle Bedrohungen.

Der Militärfachmann Carlo Masala lenkte den Blick auf ein separates, aber damit zusammenhängendes Problem: die Streichung eines für 2024 geplanten Abkommens zwischen den USA und Deutschland. Dieses hätte die Lieferung von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk und Hyperschallwaffen des Typs Dark Eagle vorgesehen. Masala argumentierte, dass der Verlust dieser Fähigkeiten eine gefährliche Lücke in der Abschreckung gegenüber Russland hinterlasse.

Unterdessen spielte der fraktionsvorsitzende der Linken, Sören Pellmann, die Truppenreduzierung als „viel Lärm um nichts“ herunter. Dennoch drängte er die Bundesregierung zum Handeln und verwies auf das Fehlen eines Sozialplans für betroffene Beschäftigte.

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Die Sozialdemokraten (SPD) unterstrichen ihre Haltung und erklärten, der Abzug schade den gemeinsamen Sicherheitsinteressen. Sie forderten als Reaktion eine stärkere europäische Verteidigungskoordination.

Der geplante Truppenabzug der USA hat die politischen Reaktionen in Deutschland gespalten. Während einige die Tragweite des Schritts verharmlosen, warnen andere vor langfristigen Sicherheitsrisiken. Die Streichung der Rüstungsdeals für Hochtechnologie-Waffensysteme erhöht zudem den Druck auf Europa, die eigene Verteidigung zu stärken.

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