18 March 2026, 06:15

Verkehrsgerichts-Tagung 2025: Experten fordern schärfere Regeln für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen

Ein Verkehrszeichen mit der Aufschrift "Geschwindigkeitsreduzierung Gefahrenzone Schule vor" neben einer Person auf der linken Seite, mit Bäumen, Strommasten, einem Haus und dem Himmel im Hintergrund.

Verkehrsgerichts-Tagung 2025: Experten fordern schärfere Regeln für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen

Jährliche Verkehrgerichts-Tagung (VGT): Experten diskutieren Reformen des Straßenverkehrsrechts

Die jährliche Verkehrgerichts-Tagung (VGT) hat erneut Juristen, Politiker und Verkehrsexperten zusammengebracht, um die Zukunft der deutschen Straßenverkehrsgesetze mitzugestalten. Rund 1.800 Teilnehmer nahmen in diesem Jahr an den Debatten teil – darunter auch junge Erwachsene, die in speziellen Einführungsveranstaltungen über Fahrregeln und Verkehrssicherheit informiert wurden.

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Den Auftakt bildete eine Veranstaltung speziell für junge Menschen, bei der Themen wie die Führerscheinprüfung auf großes Interesse stießen. Die Anwesenden stellten Fragen zu Prüfungskosten, Durchfallquoten und wie sich die deutschen Prüfstandards im Vergleich zu anderen europäischen Ländern darstellen.

In acht Arbeitsgruppen erarbeiteten die Delegierten konkrete Vorschläge für gesetzliche Änderungen. Frühere Tagungen – etwa die 64. VGT in Goslar, die sich mit Schadensregulierungen und Haftungsfragen befasste, oder die 61. Ausgabe 2023, die grenzüberschreitende Verkehrsverstöße behandelte – legten den Grundstein für die diesjährigen Empfehlungen. Dazu zählen verschärfte Maßnahmen gegen Fahrzeugbetrug, etwa eine Bargeld-Obergrenze von 10.000 Euro beim Privatkauf von Autos, ein zentrales Register für gestohlene Zulassungsdokumente sowie verpflichtende Überprüfungen bei Online-Fahrzeugverkäufen. Zudem wurden die Digitalisierung der Fahrzeugzulassung und eine Aktualisierung der Regeln zum gutgläubigen Erwerb vorgeschlagen. Bisher wurde jedoch keiner dieser Vorschläge in geltendes Recht umgesetzt.

Helmut Trentmann, ehemaliger Generalstaatsanwalt und Präsident des Bundes gegen Alkohol und Drogen im Straßenverkehr (BADS), bereicherte die Diskussionen mit seinem Fachwissen. Er betonte die Bedeutung von nüchternem Fahren und gab den anwesenden Schülern praktische Tipps mit auf den Weg.

Die Beschlüsse der VGT gehen nun in den Berliner Gesetzgebungsprozess und sollen dort geprüft werden. Zwar zielen die Vorschläge darauf ab, das Verkehrsrecht zu modernisieren und die Durchsetzung zu verbessern – doch ihre Umsetzung steht noch aus. Die Tagung bleibt damit eine zentrale Plattform, um die künftige Verkehrssicherheitspolitik in Deutschland zu gestalten.

Quelle