Volkmar Bölke verlässt Hanauer Kreisklinikum nach prägendem Jahrzehnt an der Spitze
Mia SchmitzVolkmar Bölke verlässt Hanauer Kreisklinikum nach prägendem Jahrzehnt an der Spitze
Volkmar Bölke scheidet nach einem Jahrzehnt an der Spitze als Geschäftsführer des Hanauer Kreisklinikums aus. Unter seiner Führung entwickelte sich die Einrichtung zu einem zentralen Gesundheitsversorger der Region. Kollegen und lokale Vertreter versammelten sich kürzlich, um seinen Abschied zu würdigen und seine Verdienste zu feiern.
Bölke übernahm die Klinik 2016 und trieb zügig deren Ausbau voran. Unter seiner Leitung wurde das Haus als zertifiziertes Krebszentrum anerkannt und in den Krankenhausplan des Landes Hessen aufgenommen. Zudem erreichte es die höchste Notfallversorgungsstufe 3, was es zu einer unverzichtbaren Säule der regionalen Gesundheitsversorgung machte.
In seiner Amtszeit entstanden eine überregionale Stroke Unit für Schlaganfallpatienten sowie ein regionales Traumazentrum. Diese Neuerungen stärkten die Fähigkeit des Krankenhauses, komplexe medizinische Fälle und Notfälle zu bewältigen.
Seine Führung wurde mehrfach auf die Probe gestellt – etwa während der COVID-19-Pandemie zwischen 2020 und 2023. Erst im März 2023 organisierte er die sichere Evakuierung von Patienten und Personal, nachdem in der Nähe eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden war. Beide Krisen meisterte das Krankenhaus ohne nennenswerte Beeinträchtigung der Patientenversorgung.
Neben operativen Erfolgen legte Bölke großen Wert auf das Wohl der Mitarbeiter. Er führte neue Kommunikationswege und Gesundheitsprogramme ein, um die Belegschaft zu unterstützen. Bei seiner Abschiedsfeier kamen zudem über 3.000 Euro für das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Hanau zusammen.
Die Nachfolge als Geschäftsführer tritt nun Stefan Gröger an, nachdem Bölke die Klinik nach zehn Jahren prägender Arbeit verlässt. Das Krankenhaus ist heute ein Gesundheitszentrum für Hanau mit erweiterten Fachabteilungen und einer gestärkten Notfallversorgung. Gröger übernimmt eine Einrichtung, die unter Bölkes Führung an Kapazität und Renommee gewonnen hat. Der scheidende Geschäftsführer hinterlässt ein Erbe aus verbesserten Leistungen und erhöhter Krisenresilienz.






