Wacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – doch die Wende soll kommen
Niklas BrandtWacker Chemie schreibt 2025 tiefrote Zahlen – doch die Wende soll kommen
Wacker Chemie verzeichnete 2025 einen Nettoverlust von 805 Millionen Euro – ein schwieriges Jahr für den Chemiekonzern. Trotz dieses Rückschlags kündigte das Unternehmen ehrgeizige Sparpläne und Umsatzziele für die kommenden Jahre an, was Analysten verhalten optimistisch in die Zukunft blicken lässt.
Der finanzielle Einbruch ist vor allem auf außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von rund 600 Millionen Euro zurückzuführen. Zudem sank der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um 4 % auf 5,49 Milliarden Euro. Infolgedessen schlug die Unternehmensführung vor, die Dividende für 2025 komplett zu streichen.
Um diese Herausforderungen zu bewältigen, startete Wacker Chemie das Restrukturierungsprogramm „Project PACE“, mit dem die jährlichen Kosten um 300 Millionen Euro gesenkt werden sollen. Gleichzeitig verzeichnen das Kerngeschäft mit Silikonen und die Polymer-Sparte positive Preisentwicklungen – letztere hat kürzlich Preiserhöhungen bekannt gegeben.
Für 2026 peilt das Unternehmen ein operatives Ergebnis (EBITDA) zwischen 550 Millionen und 700 Millionen Euro an. Am Tag der Ankündigung notierte die Wacker-Chemie-Aktie bei 72,40 Euro an der Frankfurter Börse.
Der Fokus liegt nun auf der Umsetzung der Sparmaßnahmen und der Nutzung der verbesserten Preistrends in den wichtigsten Geschäftsbereichen. Trotz der deutlichen Verluste 2025 bewerten Analysten die mittelfristigen Aussichten des Unternehmens weiterhin als vielversprechend.






