Waldkirch diskutiert Schließung des Grundbuchamts wegen sinkender Nachfrage
Philipp MeyerWaldkirch diskutiert Schließung des Grundbuchamts wegen sinkender Nachfrage
Der Gemeinderat von Waldkirch wird im März 2026 über die Schließung des örtlichen Grundbuchamts entscheiden. Der Vorschlag folgt einem deutlichen Rückgang der Nachfrage und steigenden Verwaltungskosten. Sollte der Beschluss fallen, würde damit ein Service enden, der derzeit weniger als 40 Anfragen pro Jahr bearbeitet.
Noch vor einigen Jahren bearbeitete das Amt jährlich über 100 Grundbuchauszüge, doch bis 2025 war die Zahl der Anträge auf nur noch 37 gesunken. Jede Anfrage kostet zwar 10 Euro, erfordert jedoch eine halbe Stunde Bearbeitungszeit – was den Service wirtschaftlich unrentabel macht. Zudem verweisen Beamte auf den zusätzlichen Aufwand bei der Verwaltung sensibler Grundstücksdaten.
Die Verwaltung drängt auf eine vorzeitige Schließung und begründet dies mit der geringeren Arbeitsbelastung sowie dem Wegfall von Terminen für Sachbearbeiter. Bürger können Grundbuchauszüge bereits jetzt online über das Amtsgericht Emmendingen beantragen, allerdings gibt es keine alternative Möglichkeit für eine persönliche Vorsprache.
Die endgültige Schließung hängt von der Zustimmung des Justizministeriums Baden-Württemberg ab. Bei einer Genehmigung könnte das Amt entweder zum 30. Juni oder zum 31. Dezember des gewählten Jahres geschlossen werden.
Die Abstimmung des Gemeinderats am 25. März 2026 wird über die Zukunft des Amtes entscheiden. Ein Beschluss zur Schließung würde einen nicht verpflichtenden Service abschaffen, den die Verwaltung als unverhältnismäßig ressourcenintensiv bezeichnet. Das Online-System wäre dann die einzige Möglichkeit, Grundbuchauszüge zu beziehen.






