Wallau-Kurve in Hessen: Finanzierungszweifel gefährden Milliarden-Schienenprojekt
Mia SchmitzLangfristige Finanzierung von Schienenprojekten gefordert - Wallau-Kurve in Hessen: Finanzierungszweifel gefährden Milliarden-Schienenprojekt
Großes Schienenprojekt in Deutschland in Gefahr wegen Finanzierungszweifel
Die geplante Wallau-Kurve, die Wiesbaden mit dem Frankfurter Flughafen verbinden soll, steckt in der Krise: Nach der Ablehnung einer Planungsgenehmigung wachsen die Bedenken bei lokalen Politikern und Wirtschaftsverbänden über die Zukunft des Vorhabens.
Die Eisenbahn-Bundesamt hatte kürzlich den Planfeststellungsantrag des Infrastrukturunternehmens InfraGO für die Wallau-Kurve aus formalen Gründen abgelehnt. Diese Entscheidung löst Sorgen über mögliche Verzögerungen und Haushaltslücken aus – und sorgt in der regionalen Politik für Aufruhr.
Die Landesregierung betont zwar wiederholt ihre Unterstützung für das Projekt und versichert, dass der Baubeginn wie geplant im nächsten Jahr erfolgen werde. Gleichzeitig fordert das Branchenbündnis Allianz pro Schiene eine Reform der Finanzierung von Schieneninfrastruktur.
Wilfried Messner, Vorstandsmitglied des Bündnisses, plädiert für langfristige und verlässliche Finanzierungskonzepte. Nur so ließen sich seiner Meinung nach Kapazitätsengpässe in Planung und Umsetzung vermeiden – und künftige Projekte könnten termingerecht realisiert werden.
Obwohl die Wallau-Kurve für das Land Priorität hat, ist ihre Zukunft nun ungewisser denn je. Die abgelehnte Genehmigung und die Finanzierungsfragen werfen Zweifel an der Zeitplanung auf. Gleichzeitig drängen Branchenvertreter auf stabile Fördermittel, um ähnliche Probleme bei anderen Schienenprojekten zu verhindern.
