Wie Unternehmen mit Batteriespeichern am Strommarkt profitieren – drei Erfolgsbeispiele
Niklas BrandtWie Unternehmen mit Batteriespeichern am Strommarkt profitieren – drei Erfolgsbeispiele
Batteriespeichersysteme beweisen für Unternehmen in ganz Deutschland ihren wirtschaftlichen Nutzen. Ein Hamburger Verkehrsbetrieb amortisierte seine Investition im vergangenen Winter durch intelligentes Energiemanagement. Jetzt erkunden selbst kleinere Firmen die Handelsmöglichkeiten auf dem Strommarkt.
Die Hamburger Hochbahn, Betreiberin des öffentlichen Nahverkehrs, installierte ein Speichersystem mit vier Megawatt Leistung. Es refinanzierte sich, indem es im Winter unübliche Netznutzungszeiten ausnutzte. Mittlerweile hat das System seine Funktion erweitert und handelt nun auch im Sommer an der Strombörse.
In Oberbayern betreibt ein Elektrotechnikunternehmen vier kompakte Speichereinheiten. Diese sind in einem virtuellen Kraftwerk gebündelt, sodass mehrere Vermarkter die Erträge maximieren können. Die Anlage ermöglicht es dem Unternehmen, ausschließlich am Strommarkt zu handeln.
Ein Weinkeller in Hessen, der auch Sekt produziert, setzt seinen Batteriespeicher anders ein: Er sichert Terminkontrakte ab, ohne Netzentgelte zahlen zu müssen. Gleichzeitig können durch den Einsatz von Speichern für Peak-Shaving, Eigenverbrauch und Handel die Amortisationszeiten halbiert werden.
Aktiver Stromhandel ist mittlerweile auch für kleinere Unternehmen mit Batteriespeichern eine lohnende Option. Die Beispiele aus Hamburg, Bayern und Hessen zeigen, wie flexible Energiesysteme Kosten senken und Einnahmen generieren können. Immer mehr Firmen könnten folgen, da die Technologie zunehmend zugänglicher wird.






