Wiesbadens Cannabis-Forschungsprojekt scheitert an Bundesbehörden – Schwarzmarkt profitiert
Mia SchmitzWiesbadens Cannabis-Forschungsprojekt scheitert an Bundesbehörden – Schwarzmarkt profitiert
Wiesbadens Plan zur Erforschung kontrollierter Cannabis-Abgabe scheitert an Bundesbehörden
Die Stadt Wiesbaden wollte im Rahmen des Forschungsprojekts „Legalis“ den Verkauf von Cannabis über Apotheken testen – doch die Bundesbehörden haben den Vorstoß blockiert. Nun warnen Beamte, dass Verbraucher dadurch auf riskantere Alternativen ausweichen könnten.
Ziel des „Legalis“-Projekts war es, Daten zu sammeln, Erfahrungen zu gewinnen und gesundheitliche Risiken zu minimieren. Geprüft werden sollte, ob Apotheken Cannabis sicher abgeben können. Das Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung lehnte den Antrag jedoch mit Verweis auf rechtliche Bedenken ab.
Die Entscheidung stößt auf scharfe Kritik bei Gesundheitsdezernentin Milena Löbcke. Sie betont, dass eine Legalisierung praktikable Bezugswege erfordere. Gleichzeitig warnt sie: Werden legale Optionen eingeschränkt, profitiere der Schwarzmarkt – mit erhöhten Gefahren für Konsumenten.
Wiesbaden prüft nun rechtliche Schritte gegen die Blockade durch die Bundesregierung. Erste Studien deuten darauf hin, dass eine teilweise Legalisierung den Konsum unter Jugendlichen nicht steigen lässt. Dennoch gibt es bei privatem Anbau und Cannabis-Vereinen weiterhin praktische und regulatorische Hürden.
Mit der Ablehnung ist Wiesbadens Forschungsvorhaben vorerst gestoppt. Ohne genehmigte Modellprojekte kann die Stadt keine kontrollierten Abgabemodelle erproben. Verbraucher dürften sich vorerst weiter auf Privatrezepte oder illegale Quellen verlassen.






