81 Prozent der Deutschen halten Vermögensverteilung für ungerecht – und fordern Steuerreformen
Philipp Meyer81 Prozent der Deutschen halten Vermögensverteilung für ungerecht – und fordern Steuerreformen
Eine neue Umfrage offenbart tiefe Unzufriedenheit unter den Deutschen mit der Vermögensverteilung im Land. Nur eine kleine Minderheit hält das aktuelle System für gerecht, während eine deutliche Mehrheit Steuerreformen für große Vermögen und Erbschaften fordert.
Die Ergebnisse zeigen, dass 81 Prozent der Deutschen die Vermögensverteilung als ungerecht empfinden. Besonders ausgeprägt ist diese Ansicht in den östlichen Bundesländern: In Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen sowie Berlin-Brandenburg stimmen 90 Prozent der Befragten dieser Einschätzung zu. Bundesweit halten lediglich 15 Prozent das System für fair.
Die Unterstützung für Steueränderungen ist weit verbreitet. 64 Prozent befürworten die Wiedereinführung einer Vermögenssteuer, nur 29 Prozent lehnen sie ab. Ein ähnliches Bild zeigt sich bei den Erbschaftssteuern: 61 Prozent sprechen sich für höhere Sätze auf große Erben aus, während 32 Prozent dagegen sind.
Bei der politischen Einordnung zeigen sich deutliche Unterschiede. Unter AfD-Anhängern lehnen 62 Prozent höhere Erbschaftssteuern ab, allerdings unterstützen 33 Prozent diese Idee. Gleichzeitig wünschen sich 62 Prozent der Unionspartei-Wähler die Rückkehr der Vermögenssteuer. Auch die Anhänger von Grünen, Linken und SPD befürworten mehrheitlich beide Steuermaßnahmen.
Selbst innerhalb der AfD sind die Meinungen zur Vermögenssteuer gespalten: 52 Prozent lehnen sie ab, doch 42 Prozent würden ihre Wiedereinführung begrüßen.
Die Umfrage unterstreicht einen breiten Konsens, dass Vermögen in Deutschland ungleich verteilt ist. Über die politischen Lager hinweg unterstützen Mehrheiten eine stärkere Besteuerung großer Erbschaften und Vermögen. Dennoch gibt es Widerstand – vor allem unter Anhängern des rechten Spektrums, wo die Ansichten stärker divergieren.






